09.08.2020 14:32 |

Rittern um Frequenzen

Mobiles Internet: 5G-Auktion startet Mitte August

Die Auktion weiterer Frequenzen für den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G beginnt in Kürze. Wie die Telekombehörde RTR und das zuständige Ministerium am Sonntag bekannt gaben, startet die geheime Versteigerung Mitte August und soll bis spätestens Ende September abgeschlossen sein. Das Mindestgebot liegt bei 239,3 Millionen Euro.

„Mit den Erlösen aus der Aktion wollen wir neue Impulse für den Breitbandausbau geben“, erklärte die für Telekom zuständige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). „Unser Ziel ist dabei, vor allem die Versorgung mit ultraschnellem mobilen Breitband in der Fläche voranzutreiben“, sagte RTR-Geschäftsführer Klaus Steinmaurer.

Vergabe unter Geheimhaltung
Ein genaues Datum für den Start der Versteigerung wurde nicht genannt. Das Vergabeverfahren findet unter großer Geheimhaltung statt. Die Mobilfunkanbieter dürfen auch nicht bekannt geben, ob sie an der Auktion teilnehmen.

Unterversorgte Gemeinden sollen profitieren
Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz (6 Blöcke), 2100 MHz (12 Blöcke) und 1500 MHz (9 Blöcke). Der Erwerb der 700 MHz-Frequenzpakete ist mit der Auflage verknüpft, 900 unterversorgte Katastralgemeinden flächendeckend mit 5G auszustatten.

„Für die restlichen 1200 Katastralgemeinden haben wir speziell für diese Auktion ein ,Bonus-System‘ entwickelt: Die Bieter ersteigern zusätzliche Versorgungsverpflichtungen für einzelne Katastralgemeinden und erhalten dafür einen Bonus in Form eines Preisabschlags“, erklärte Steinmaurer. Zusätzlich sind noch weitere Versorgungsauflagen vorgesehen, etwa für Autobahnen oder Bahnstrecken.

Auktion wegen Corona-Krise verschoben
Die Auktion war ursprünglich für das Frühjahr 2020 geplant gewesen, wurde aber wegen des Coronavirus-Ausbruchs in Österreich verschoben. Das Mindestgebot wurde gegenüber dem ursprünglichen Plan um 55 Millionen auf 239,3 Millionen Euro gesenkt und die Laufzeiten der Lizenzen auf 25 Jahre erhöht.

Bei der ersten 5G-Vergabe im März 2019 waren Lizenzen für 188 Millionen Euro versteigert worden. Davon entfielen 64 Millionen auf A1, 57 Millionen auf T-Mobile (nun Magenta) und 52 Millionen auf Drei. Bis 2022 soll Österreich flächendeckend mit 5G versorgt sein.

Experten sehen keine Gesundheitsgefährdung
Kritiker befürchten durch den Einsatz des neuen Mobilfunkstandards eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit. Die Kärntner Gemeinde Flattach hat sich etwa erst kürzlich mit einer Resolution gegen den Ausbau im Gemeindegebiet gestellt. Laut Experten zeigt die aktuelle Datenlage jedoch keinen Grund zur Besorgnis - es sei unwahrscheinlich, „aufgrund von Mobilfunk an Krebs zu erkranken“.

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