Am Donnerstagabend werden die acht Fischereiberechtigten erstmals mit jenen beiden Schweinemastbetreibern zusammenkommen, von denen die Gülle stammen soll. Dass die Jauche - laut Erhebungen durch die Polizei - nicht mit Absicht, sondern durch eine Unaufmerksamkeit in den Schwarzaubach gelangt ist, spielt bei den Gesprächen keine Rolle. "Für uns ist alles möglich, auch eine Sammelklage", demonstriert einer der Fischer seinen und den Kampfgeist der Kollegen: "Nach unserem Gefühl muss eine Unmenge an Jauche ins Wasser geronnen sein, denn sonst hätte eine solche ökologische Katastrophe doch nie passieren können."
Fischbestand über acht Jahre aufgebaut
Bei der Versammlung wollen die Geschädigten auch einen Sprecher wählen, der künftig die Anliegen der Gruppe in der Öffentlichkeit vertritt. Acht Jahre hatte es gedauert, um den Bestand in dem einst sauberen Gewässer aufzubauen. "Wir hatten bis zu 27 Fischarten und sogar Flusskrebse", erklärt ein Betroffener, "jetzt ist nichts mehr da. Von Wolfsberg im Schwarzautal bis hinunter nach Weitersfeld gibt es auf einer Strecke von 25 Kilometern kein Leben mehr."
von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
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