26.07.2020 20:38 |

Coronavirus

Zahl der Toten in Spanien könnte viel höher sein

Die Zahl der in Spanien an Covid-19 gestorbenen Menschen könnte nach Recherchen der Zeitung „El Pais“ deutlich höher als in den amtlichen Statistiken sein. Das Blatt berichtet, es habe alle regionalen Fälle von bestätigten und vermuteten Todesfällen durch eine Infektion mit dem Coronavirus ausgewertet. Demnach seien 44.868 Patienten an dem Virus gestorben. Nach amtlicher Zählung gibt es 28.432 Todesfälle.  

In den vergangenen Wochen war es in Spanien, einem der am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder in Europa, zu einem Anstieg der an dem Virus infizierten Personen gekommen. Daher sahen sich viele spanische Regionen dazu veranlasste, die Menschen zum Tragen einer Maske aufzufordern.

Quarantänepflicht schockt britische Heimkehrer
Die überraschende Quarantäne-Pflicht der britischen Regierung für Spanien-Urlauber sorgte am Wochenende bei Heimkehrern auf die Insel für gehörigen Frust. „Es ist wirklich schlimm, denn es ist ganz plötzlich gekommen, es hat nicht viel Zeit zur Vorbereitung gegeben, sodass jetzt alle in Panik geraten“, sagte Emily Harrison aus Essex, die auf dem Madrider Flughafen Barajas einen Flug nach London nahm.

Die britische Regierung hatte am späten Samstagabend wegen steigender Corona-Zahlen abrupt eine Zwei-Wochen-Quarantäne für alle Reisenden aus Spanien angeordnet. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht britischer Zeit (1 Uhr MEZ Sonntag). Der Reiseveranstalter TUI kündigte daraufhin an, seine Flüge von Großbritannien auf das spanische Festland und zu den Kanarischen Inseln zu streichen. „Wir sind unglaublich enttäuscht, dass wir nicht früher von dieser Ankündigung erfahren haben“, sagte der TUI-Geschäftsführer für Großbritannien und Irland, Andrew Flintham. Schließlich wollten viele Briten am Wochenende in den Urlaub starten.

Mehrere Städte in Marokko werden abgeriegelt
Nach einem sprunghaften Anstieg der Fälle von Corona-Infektionen am Sonntag riegelt Marokko ab Mitternacht mehrere Städte ab, darunter Casablanca, Tanger, Marrakesch und Fes. Das teilten das Innen- und das Gesundheitsministerium des nordafrikanischen Landes mit. Am Sonntag wurden 633 neue Infektionen verzeichnet, einer der größten Anstiege bisher. Insgesamt sind 20.278 Fälle und 313 Tote registriert.

Auf dem amerikanischen Kontinent ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen indessen in den lateinamerikanischen Staaten erstmals größer als in den USA und Kanada zusammengenommen. In den Ländern südlich der USA summieren sich die Infektionen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf über 4.327.160. In den USA und Kanada sind es 4.308.495.

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