Kunden der Burgenland Energie können vorerst aufatmen. Doch je länger der Krieg dauert, desto eher wird auch hierzulande die Gasrechnung steigen.
Der Krieg im Iran sorgt auf den internationalen Energiemärkten für massive Unruhe. Während der Ölpreis um rund zehn Prozent anzog, schnellten die Erdgaspreise auf den europäischen Großhandelsmärkten zeitweise um bis zu 50 Prozent nach oben. Europa importiert rund 90 Prozent seines Gases, Österreich deckt damit rund 60 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Ausland. Das trifft auch das Burgenland hart.
Abhängig von Märkten in arabischen Ländern, Russland und den USA
Anders als beim Strom ist die Burgenland Energie bei Gas vollständig von ausländischen Märkten abhängig, insbesondere von den arabischen Ländern, Russland und den USA. Steigen die Preise am Weltmarkt, wirkt sich das auch hierzulande aus. Für burgenländische Haushalte gibt es aber vorerst Entwarnung, heißt es auf Nachfrage von der Burgenland Energie. Die benötigten Gasmengen seien zu einem Zeitpunkt eingekauft worden, als die Preise deutlich niedriger waren als heute. „Kurzfristig wird es daher keinen negativen Effekt beim Preis geben“, heißt es aus dem Unternehmen.
Der ausgebrochene Krieg im Nahen Osten wird Österreich aufgrund der weiterhin bestehenden Energieabhängigkeit wieder hart treffen.

Stephan Sharma, CEO Burgenland Energie
Bild: P. Huber
Bis zum 31. März haben Kunden der Burgenland Energie noch die Möglichkeit, ihren Jahresvertrag zu verlängern. Ab 1. April gilt dann der um rund 20 Prozent gesenkte Gaspreis von rund fünf Cent pro Kilowattstunde mit einer Preisgarantie für ein Jahr. Damit soll sich ein durchschnittlicher Haushalt rund 180 Euro pro Jahr beim Heizen ersparen.
Allerdings: „Der arabische Raum produziert rund 25 Prozent der weltweiten Flüssiggasmengen. Damit hat diese Region mit ihrer Produktion einen direkten Einfluss auf die internationalen Erdgaspreise und in Folge auch auf die Strompreise“, sagt Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie.
Je länger der Krieg dauert, umso teurer wird es für uns
Dass Öl und Gasproduktionsstätten direkt angegriffen werden und Lieferrouten blockiert sind, zeige, wie wichtig es sei, dass man im Burgenland den Weg in die volle Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit bis 2030 weitergehe. „Nur unsere eigenen Energiequellen bieten dauerhafte Stabilität und Sicherheit“, so Sharma.
Wie stark sich der Iran Krieg letztendlich hierzulande auf die Gasrechnung auswirkt, hänge von seiner Dauer ab, ist man sich bei der Burgenland Energie sicher. Denn auch wenn die aktuellen Mengen bereits zu günstigeren Konditionen eingekauft wurden, muss man im Laufe des Jahres weiteres Gas am internationalen Markt beschaffen. Hält der Konflikt an, wird es gewiss auch für die Burgenländer teurer.
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