Schule in OÖ:

„Es gehört rasch ein Konzept für den Herbst her“

Das Land OÖ und die Bildungsdirektion halten am Schulstart im Normalbetrieb fest. Eltern und Gewerkschaft befürchten dagegen einen schwierigen „Corona-Herbst“ und üben Kritik.

„Der Schichtbetrieb war für die Eltern extrem belastend“, spricht Roland Schwandner, Vorsitzender der Kinderfreunde OÖ aus, was unter den Tisch gekehrt wird. Er ist selbst Vater, von 2 Kindern: „Beide unterschiedliche Unterrichtstage – ein Wahnsinn!“, sagt er rückblickend.

Chaos befürchtet
Mit der Formel der Bildungsdirektion, dass im Normalbetrieb gestartet wird, gibt er sich nicht zufrieden: „Jetzt ist Zeit, alles vorzubereiten.“ Das Warten auf Vorgaben des Bundes akzeptiert Schwandner nicht. „Wir brauchen weniger Schüler in Klassen“, meint er. Weiters wünscht er sich „einen Herbst ohne Schichtbetrieb. Wir brauchen rasch ein Konzept, um ein Chaos im Herbst zu vermeiden!“ Oberösterreich könne vieles selbst entscheiden. Bildungsdirektor Alfred Klampfer zu der Idee: „Kleinere und dafür mehrere Klassen - das ist räumlich nicht möglich.“

Plexiglas und Masken
Paul Kimberger, oberster Lehrergewerkschafter im Pflichtschulbereich, glaubt, dass der Herbst alle Möglichkeiten vom Voll- und Schichtbetrieb bis zum Homeschooling mit sich bringen kann. Er wünscht sich etwa eine Lehrer-Hotline, über die im Verdachtsfall rasch ein Testungsteam in die Schule geschickt wird. Und er sagt weiter: „Schulen müssen sofort informiert werden, wenn es Corona-Fälle in Familien gibt. Kaum nachvollziehbar, dass das mit Verweis auf Datenschutz jedoch unterlassen wird.“ Er kann sich Maskenpflicht vorstellen, auch Plexiglasscheiben zwischen Sitzplätzen. Stichwort: Sicherheitsinfrastruktur. Doch auch er gesteht, die Vorbereitungen beim Landesschulrat laufen nicht so intensiv, wie er es sich vorstellt.

Bitte warten!
Bei Nachfrage der „Krone“ im Büro von LH-Vize Christine Haberlander heißt es: „Im Land und in den Ministerien diskutiert man mit Experten derzeit diverse Szenarien.“ Und: „Wir warten auf Ampelsystem und Checkliste der Regierung, in deren Rahmen wir uns bewegen können.“

Elisabeth Rathenböck, Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 15. April 2021
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