US-Star Kevin Durant war mit 33 Punkten erfolgreichster Werfer und verzeichnete ein persönliches WM-Highscore. Die vom gebürtigen US-Amerikaner David Blatt betreuten Russen hatten aber zumindest vor der Pause keinen "Spaziergang" des Gegners zugelassen. Vor allem wegen ihrer Überlegenheit am Rebound hielten sie das Prestigeduell zunächst mehr als nur offen. Der NBA-Selektion dürfte bei 30:35 (16.) der Ernst der Lage bewusst geworden sein. Ein 14:4-Lauf bis zur Halbzeit war die Folge.
Nach dem Seitenwechsel bauten die USA ihren Vorsprung dank des zwischenzeitlich groß aufspielenden Russel Westbrook (sieben Punkte und drei Steals binnen zwei Minuten) in den zweistelligen Bereich aus. Damit nahm das Team nicht nur Kurs auf das Semifinale, sondern wahrte auch die Chance auf das erste WM-Gold seit 16 Jahren. Der von den New York Knicks verpflichtete Timofey Mozgow durfte in Istanbul schon einmal so richtig "NBA-Luft schnuppern". Der 2,15 m große Center verbuchte 13 Punkte. Erfolgreichster Werfer der Russen war Sergej Bykow mit 17 Zählern.
"Baltisches Wunder" in Istanbul
Litauen bot im abschließenden Viertelfinale eine unglaubliche Vorstellung. Der Europameister von 2003 und EM-Veranstalter im kommenden Jahr profitierte vor allem von einer unfassbaren "Dreier"-Quote. Die ersten acht Würfe sechs verschiedener Schützen aus der Distanz fanden ihr Ziel. Bis zur Halbzeit waren es noch immer beachtliche acht von zehn. Die Ausbeute Argentiniens zu diesem Zeitpunkt: null von neun. Auch insgesamt war die Trefferquote des Olympiasiegers von 2004 aus dem Spiel mit 36 Prozent "im Keller". Daraus resultierte ein 20-Punkte-Rückstand zur Halbzeit.
Weil sich abgesehen von der Ausbeute der Balten aus der Distanz, was freilich der Fall sein musste, am Charakter des Spiels nach der Pause nichts änderte (85:53 nach 30 Minuten), war die Partie schon lange vor der Schlusssirene entschieden. Bei den von Simas Jasaitis (19 Punkte) angeführten Litauern scorten sieben Spieler zweistellig - alle, die "angeschrieben" hatten. Auch das sprach für das Team.
Im Gegensatz zu sämtlichen vorangegangenen WM-Partien "kalt" war an diesem Abend hingegen Luis Scola. Der Topscorer des Turniers (durchschnittlich 30,3 Punkte vor dem Viertelfinale) brachte es auf für ihn magere 13 Zähler bei nur 31,3 Prozent Trefferquote. Scolas Arbeitstag ging wegen Aussichtslosigkeit in der 33. Minute zu Ende. Erfolgreichster Werfer der Argentinier, denen das Ergebnis am Ende fast schmeichelte, war Carlos Delfino (25 Punkte).
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