19.07.2020 06:00 |

Martyrium für Mädchen

„Unsere Emilia kann endlich wieder essen!“

Die kleine Emilia aus Wolfsberg hat ein schweres Schicksal gemeistert. Das Mädchen war bald nach seiner Geburt am 11. Juni 2018 aufgrund von Infektionen schwer erkrankt. Die Kleine hörte auf zu essen und zu trinken, musste über eine Sonde ernährt werden. Nach einer intensiven Therapie fand Emilia zurück zu einer normalen Nahrungsaufnahme und zu neuem Lebensglück.

Nach Lukas (13), der elfjährigen Ayleen und dem vierjährigen Jakob war Emilia das neue Glück der Lavanttaler Familie. Doch bald legten sich dunkle Schatten über ihr Leben. Sabrina Sch.: „Emilia war sechs Monate alt, als wir ins Krankenhaus zur Kontrolluntersuchungen fuhren.“ Dort folgte der Schock: Influenza! „Mir riss es den Boden unter den Füßen weg!“

Der Kleinen ging es bald sehr schlecht, sie trank nicht mehr, sie bewegte sich nicht, Emilia hatte geplatzte Trommelfelle, Sauerstoff-Probleme, eine Herpes-Infektion, sehr hohes Fieber. „In einer Nacht habe ich gedacht, das überlebt sie nicht. Ich habe wochenlang gebetet, dass sie es schafft.“

Es folgten viele Behandlungen, Spitalsaufenthalte, Operationen. Die Mutter: „Im Herbst 2019 verschlechterte sich Emilias Zustand enorm. Sie hatte kaum Kraft, sich aufrecht zu halten, zu sprechen oder zu gehen. Im Krankenhaus Graz wurde eine Nasen-Sonde gelegt. Emilia war am Ende ihrer Kräfte angelangt.“

Neue Therapie für Emilia
Dann entschied sich die Familie für eine Therapie in der erst im Herbst 2019 eröffneten Reha-Klinik für Kinder und Jugendliche in Bad Erlach (NÖ). Die Kärntner Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde Dr. Anna Cavini hat diese Klinik mit aufgebaut und die Leitung übernommen: „Es kommt leider häufig vor, dass Kinder, die über eine Sonde ernährt werden müssen, die Fähigkeit einer normalen Nahrungsaufnahme verlieren.“ Aber nach intensiver, auch spielerischer Therapie durch die Experten der Klinik hat Emilia allmählich wieder mit dem Essen und Trinken begonnen. Eine große Rolle spielt dabei auch ihr Teddybär. Dr. Cavini: „Wenn es Emilia nicht so gut geht, dann motiviert sie der Bär weiterzumachen!“

Ihre Mutter ist glücklich und dankbar: „Mittlerweile isst Emilia auch schon Obst wie Melonen, Erdbeeren, Äpfel, Bananen.“

Martin Radinger, Kärntner Krone

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