In der Vorbildrolle

Bayern „auf der Suche nach dem neuen Alaba“

ÖFB-Star David Alaba ist seit langem der letzte Spieler, der es aus der Bayern-Jugendmannschaft zur Stammkraft bei den Profis und später zum Weltstar geschafft hat. Er hat eine absolute Vorbildrolle bei den Bayern. Und bei der Kantine, auf dem Weg zum Essenssaal, können sich die Bayern-Nachwuchskicker sein Abbild ansehen. Er erinnert sie daran: Hier begannen schon ganz große Karrieren.

Die Homepage der deutschen Boulevard-Zeitung „Bild“ widmete dem Österreicher eine lange Reportage mit der Überschrift: „Auf der Suche nach dem neuen Alaba“. Dabei ging man nicht auf die jüngsten Gerüchte rund um seine Vertragsverlängerung oder Nichtverlängerung bei den Bayern ein, sondern auf seine Rolle beim Rekordmeister. Das Bild von Alaba mit seinem persönlichen Zitat, das vor dem Speisesaal des Campus prangt, hat für die Kids Symbolwirkung. Was Alaba für die Bayern-Jungkicker bedeutet, sieht man in diesem Video:

Eigener Nachwuchs statt „Transferwahnsinn“
Denn Alabas Geschichte zeigt, dass man nicht (nur) Großeinkäufe braucht, um international mithalten zu können. Dass man auch auf den eigenen Nachwuchs setzen kann. Wie das Uli Hoeness schon 2017 bei der Einweihung des für 100 Millionen Euro gebauten Bayern-Campus angekündigt hatte: „Das ist Bayerns Antwort auf den Transferwahnsinn.“ Und siehe da: In dieser Saison spielten neben Müller, Alaba auch Joshua Zirkzee (19) und Jamal Musiala (17) aus dem Bayern-Eigenbau.

Zwei Schlüsselpersönlichkeiten
Als Schlüssel für das gelungene Nachwuchs-Programm sieht man bei den Bayern zwei Persönlichkeiten. Erstens Sebastian Hoeness (Neffe von Ex-Präsident Uli), Trainer der U23-Mannschaft, zweitens Campus-Chef Jochen Sauer (unten im Bild). Bei Zweiterem ist eine Österreich-Connection da, der 47-Jährige arbeitete in der Geschäftsführung von Red Bull Salzburg, als dieser 2017 die Youth League gewann. Heute bezeichnet Bayern Sauers Kommen als Glücksfall. Sein Vertrag wurde gerade bis 2023 verlängert.

Alabas Nachfolger?
Neben dem bereits erwähnten Zirkzee und Musiala könnten Talente aus der U23 in die Kampfmannschaft raufkommen, die kein Problem mit der Integration bei den „Großen“ haben dürften:  Lukas Mai, 20, Oliver Batista-Meier, 19, Leon Dajaku, 19, und Sarpreet Singh, 21, sind die Namen, unter denen auch Alabas Nachfolger sein könnte.

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Mittwoch, 30. September 2020
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