16.07.2020 12:43 |

Hohe Infektionszahlen

Zehn neue Landeverbote seit Mitternacht in Kraft

Seit Mitternacht sind wieder neue Landeverbote, die zehn Staaten betreffen, in Kraft. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Bulgarien, Rumänien, der Republik Moldau sowie Ägypten das Coronavirus nach Österreich eingeschleppt wird. In diesen Ländern sind die Zahlen von an Covid-19 erkrankten Menschen zuletzt deutlich gestiegen.

Wie das Außenministerium am Donnerstag bekannt gab, halten sich in den zehn Ländern derzeit insgesamt weniger als 450 reiseregistrierte Österreicher auf. Ob diese Zahl die realen Verhältnisse abbildet, ist allerdings nicht ganz gesichert. Manche Reisende könnten sich nicht registriert, andere wiederum registriert, von der Reise aber aufgrund der Gefährdungslage im letzten Moment Abstand genommen haben, gab man im Außenministerium zu bedenken.

Fakt ist, dass für sämtliche zehn Staaten bereits vor Bekanntgabe des Landeverbots eine Reisewarnung - nämlich Stufe 6 von 6 - gegolten hat. Das Außenministerium hatte explizit vor Reisen Richtung Westbalkan oder Ägypten gewarnt und Österreicher, die sich dort aufhalten, zur Heimkehr aufgefordert. Dieser Umstand könnte für Urlauber bedeutsam werden, die sich darüber hinweggesetzt und etwa einen Hin- und Rückflug nach bzw. Pauschalurlaub in Ägypten gebucht haben und nun mit dem bezahlten Ticket nicht mehr zurückkommen. Sollte das Außenministerium ihre Repatriierung organisieren müssen, wäre das für die Betroffenen mit einem erheblichen Kostenbeitrag verbunden.

An die 1000 Österreicher von Landeverboten betroffen
Schon länger in Kraft waren Landeverbote für Großbritannien, Schweden, Portugal, Russland, Weißrussland, die Ukraine, China und den Iran. In diesen acht Ländern dürften sich derzeit weniger als 500 reiseregistrierte Österreicher befinden, vermutet das Außenministerium. Damit sind im Gesamten weniger als 1000 reiseregistrierte Österreicher von den aktuellen Landeverboten betroffen.

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