15.07.2020 12:01 |

Neuinfektionen steigen

Coronavirus: Tokio ruft höchste Warnstufe aus

Aufgrund steigender Zahlen an Corona-Neuinfektionen haben die Behörden in Tokio die höchste Warnstufe ausgerufen. Das Virus scheine sich wieder auszubreiten, sagte Gouverneurin Yuriko Koike am Mittwoch nach einem Expertentreffen. Den Experten zufolge steigen die Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen, in Szenevierteln, in Familien und am Arbeitsplatz an.

Trotz der höchsten Alarmstufe bleiben die Geschäfte zunächst weiter geöffnet, und auch Veranstaltungen werden nicht verschoben. Bereits im April gab es trotz eines landesweiten Ausnahmezustands in Japan keine Ausgangssperren oder ähnlich strikte Verbote wie in anderen Ländern. Japans Regierungschef Shinzo Abe hatte den Ausnahmezustand Ende Mai wieder aufgehoben. Danach stieg die Zahl der bestätigten Neuinfektionen jedoch wieder an, vor allem in Tokio. Den Behörden zufolge sind die meisten Neuinfizierten zwischen 20 und 40 Jahre alt.

Die Situation in Japan ist weiterhin weniger ernst als in vielen vergleichbaren Staaten mit ähnlich vielen Einwohnern. Bisher haben die Behörden insgesamt rund 22.500 Infektionsfälle registriert, knapp tausend Menschen starben an den Folgen ihrer Infektion. In den vergangenen drei Wochen wurde kein neuer Todesfall mehr gemeldet. Die Grenzen des Landes bleiben jedoch für Reisende aus mehr als hundert Ländern geschlossen.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.