Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 18 Nationen kämpfen seit Mittwoch im spanischen A Coruña mit ihren tierischen Partnern um den Europameistertitel im Springreiten. Doch gleich am ersten Turniertag wurde das sonst sonnige Gelände der Reitsportanlage Casas Novas in tiefen Atlantik-Nebel gehüllt...
„Cooley ist ein wenig zwischen Genie und Wahnsinn. Heute habe ich beides erlebt“, fasst Max Kühner, EM-Bronze-Gewinner 2023, die Leistung seines Pferdes am Mittwoch zusammen. „Er hat schon 5-Sterne-Prüfungen gewonnen – aber er ist eben unberechenbar in alle Richtungen.“
Schwieriges Ende des Parcours
Ähnlich wie bei Olympia in Paris 2024 wurde auch in Spanien das Ende des Parcours Kühner zum Verhängnis: Mit vier Fehlerpunkten landete er sechs Plätze hinter Katharina Rhomberg auf Rang 42. Insgesamt befindet sich das österreichische Team auf Rang 11. Das Wetter macht der erfahrende Springreiter jedoch nicht verantwortlich: „Das wäre nur eine Ausrede. Es war einfach Pech. Aber wir blieben als Team konstant – jeder kassierte einen Fehler“, schmunzelt Kühner, während er bei einem Strandspaziergang neue Energie für den Teambewerb tankt.
Unsere Leistung auf das Wetter zu schieben, wäre nur eine Ausrede. Es war einfach Pech. Aber wir blieben als Team konstant – jeder kassierte einen Fehler.
Max Kühner
Dem Turniertrubel entfliehen
Die Pferde müssen jedoch am Turniergelände bleiben: „Normalerweise gehen wir mit unseren Pferden schon ins Meer, aber hier ist die Reitanlage einfach zu weit weg“, erklärt der EM-Bronze-Gewinner. Während Kühner dem Turniertrubel bei einem entspannten Spaziergang am Strand entflieht, startet Katharina Rhomberg mit etwas mehr Power in den Tag: „Ich gehe dann gerne in der Früh laufen oder ins Fitnessstudio, das hilft mir, um den Kopf freizubekommen.“
Kühner bleibt gelassen
Laut „Equiratings“ stehen die Podiumschancen im Teambewerb bei gerade einmal sechs Prozent. Kühner sieht das aber gelassen: „2023 waren die Prognosen kaum besser – und am Ende standen wir überraschend am Podium. Der Sport schreibt eben manchmal die verrücktesten Geschichten.“ Rhomberg sieht die Situation zwar etwas kritischer, bleibt aber trotzdem positiv: „Schwierig wir es sicher, aber sag niemals nie!“ Ob der weite Sprung nach vorne dem österreichischen Team wieder gelingt, wird sich bis 20. Juli zeigen.
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