10.07.2020 18:00 |

Angriffe auf Tourismus

Hotelier wehrt sich: „Tirol ist nicht Ballermann“

In Sachen Tourismus sind die zwei Tiroler Koalitionspartner Welten auseinander. Die Grünen wollen es sanfter, die Schwarzen den „erfolgreichen Weg“ fortsetzen. Motto: „Gast sagt, was gut oder schlecht ist!“

Mario Gerber, Sprecher der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Tirol, wehrt sich einmal mehr gegen die aktuellen Angriffe gegen den Tiroler Tourismus. „Wir haben dank unserer vielen Familienbetriebe in der Hotellerie und Gastronomie einen qualitativ hochwertigen Tourismus im Land“, betont Gerber im Gespräch mit der „Krone“. Und daher müsse der Tourismus in Tirol auch nicht neu erfunden werden, wie einige nun meinen.

Kritik an Grünen
Hier geht er vor allem mit dem grünen Koalitionspartner hart ins Gericht. „Wir wollen, müssen und können nicht alles auf den sanften Tourismus umstellen. Das ist eine Nische, die natürlich ihre Berichtigung hat, aber bereits ausreichend abgedeckt wird“, betont der Kühtaier Touristiker. Er weist in diesem Zusammenhang auch den Vorwurf der Grünen zurück, dass Tourismuspolitik von einigen wenigen im stillen Kämmerchen gemacht werde. „Das ist ein kompletter Nonsens. Wir von der Wirtschaftskammer, die sich mit der Materie auseinandersetzen, sind alles demokratisch gewählte Funktionäre - daran sollen die grünen Basisdemokraten denken, wenn sie sich das nächste Mal zum Tourismus zu Wort melden“, ist Mario Gerber ein wenig irritiert.

Und welche Form des Tourismus gut oder schlecht ist, entscheidet ohnedies der Gast. „Nachdem wir tagtäglich mit dem Gast zu tun haben, wissen wir auch am besten, was der Gast will und was gut ist für unseren Tourismus!“ Dass man Tirol wegen Corona das Ballermann-Image umgehängt hat, versteht Gerber ebenfalls nicht: „Es gibt ein paar Orte in Tirol, in denen mehr Partys stattfinden. Doch von Ballermann sind wir da weit entfernt. Der Großteil des Tiroler Tourismus spielt sich im Familienbereich ab. Wir haben keinen Massen-Tourismus, sondern maximal einen intensiven Tourismus im Land.“

„Buchungslage zum Teil besser als im Vorjahr“
Wie schätzt Gerber die Sommersaison ein? „Jene Betriebe, die in die Qualität investiert haben, stehen gut da. In manchen Betrieben ist die Buchungslage im August sogar besser als im Vorjahr.“ Und der kommende Winter? „Rekordzahlen wird es nicht mehr geben, doch ganz so schlecht, wie einige befürchten, wird es sicher nicht“, ist Gerber zuversichtlich.

Markus Gassler
Markus Gassler
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