07.07.2020 06:44 |

Morales wehrt sich

Boliviens Ex-Präsident wegen Terrorismus angeklagt

Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat gegen den früheren Präsidenten Evo Morales Anklage wegen Terrorismus und Finanzierung terroristischer Aktivitäten erhoben. Nach seinem Rücktritt und seiner Flucht ins Exil im vergangenen Jahr habe der ehemalige Staatschef seine Anhänger in Bolivien zu illegalen Aktivitäten aufgerufen.

Während der heftigen Proteste nach seinem Rückzug habe er beispielsweise per Telefon einem Vertrauten aufgetragen, mehrere Städte des Andenstaats von der Versorgung mit Lebensmitteln abzuschneiden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Der erste indigene Staatschef des südamerikanischen Landes war im November 2019 unter dem Druck des Militärs zurückgetreten, nachdem ihm von der Opposition und internationalen Wahlbeobachtern Betrug bei der Präsidentenwahl vorgeworfen worden war. Er setzte sich zunächst ins Exil nach Mexiko ab und ließ sich später in Argentinien nieder. Derzeit führt eine Interimsregierung in Bolivien die Amtsgeschäfte.

Morales spricht von „Verfolgung“
Morales wies die angeführten Punkte der Anklage am Montag zurück. „Ein weiterer Beweis für die systematische Verfolgung durch die De-facto-Regierung“, schrieb er auf Twitter. „Bald werden Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nach Bolivien zurückkehren.“

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