07.07.2020 09:41 |

Nur Ausflügler

Reisebusse bringen kaum Gäste nach Salzburg

Speziell an den Wochenenden tummeln sich in der Salzburger Altstadt trotz Coronakrise schon wieder einige Touristen. Auch die Busterminals sind seit dem 1. Juli wieder offen – viel zu tun gibt es für Mitarbeiter noch nicht. Nur einige wenige Reisebusse fahren die Haltestellen an, sonst sind es täglich mehr als 100.

„Schauen wir mal, ob heute noch ein Bus kommt“, meint ein Mitarbeiter des Nonntaler Busterminals am Montagnachmittag mit einem Lächeln im Gesicht. Ein Blick auf die Reservierungen zeigt jedoch deutlich: Die Anzahl der Reisebusse, die Salzburg dieser Tage ansteuern, lassen sich an einer Hand abzählen.

Seit 1. Juli können Reiseveranstalter für ihre Busse wieder via Internet Termine für die Anreise und Abholung von Urlaubern buchen. Personal ist an den Terminals in Nonntal und der Paris-Lodron-Straße mittlerweile auch wieder vor Ort, viel zu tun haben sie aber noch nicht. „Am bislang stärksten Tag im Juli hatten wir fünf angemeldete Bussse“, sagt Stefan Loidl von der städtischen Tourismus Salzburg Gmbh (TSG). Zum Vergleich: Normalerweise fahren im Schnitt 100 Busse die beiden Terminals an. „Die asiatischen Reisegruppen sind total weggebrochen“, sagt Loidl. Derzeit kommen vor allem Busse mit deutschen, österreichischen und tschechischen Kennzeichen.

Fremdenführer zum Nichtstun verdammt
Salzburgs Fremdenführer wie Hannes Kittl kennt die Problematik nur all zu gut. „Ich habe heute eine Gruppe aus Bayern die Stadt gezeigt – aber das ist die Ausnahme. Ich habe derzeit bei weitem nicht jeden Tag eine Führung“, sagt Kittl. Spezialangebote, die sich speziell an Salzburger richten, sind zwar beliebt und gut besucht. Aber: „Der große Umsatz ist das nicht. Dazu bräuchten wir wieder mehr Reisegruppen“, sagt Kittl. Nachsatz: „Mal schauen, wie sich die Lage entwickelt. Vielleicht wird es im Herbst ja langsam besser.“ In den Reisebussen selbst gilt derzeit noch Maskenpflicht.

Komplett verwaist ist die Salzburger Innenstadt dennoch nicht. Zwar brachen die Nächtigungszahlen in der Mozartstadt im Zuge der Coronakrise um bis zu 96 Prozent ein und mehrere Hotels haben noch nicht geöffnet. Dafür tummeln sich immer mehr Tagestouristen tummeln in der Innenstadt. „Wir sind mit dem Campingbus unterwegs, so sind wir unabhängig“, meint etwa ein deutsches Paar auf ihrem Stadt-Spaziergang.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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