Mo, 16. Juli 2018

Steuerrückstände

29.08.2010 13:20

Finanzamt in der Pflicht: Tirol bleibt Millionen schuldig

Die Steuerrückstände des Bundeslandes Tirols liefern erschreckende Ergebnisse über die Arbeit des Finanzamtes, sowie des Bundes und bringen horrende Malus-Summen zu Tage. Hunderte Millionen Euro Steuern sind von Unternehmen im Jahr 2009 nicht abgeliefert worden. Die Grünen nehmen das Finanzamt in die Pflicht!

174 Millionen Euro - So viel schulden Groß- und Kleinunternehmer aus Tirol dem Fiskus an Umsatzsteuer, so die Berechnung für 2009. Ein stattlicher Betrag! Gebi Mair, Landtagsabgeordneter der Tiroler Grünen, nimmt den Bund in die Pflicht: "Die Eintreibung der Umsatzsteuer ist Sache des Bundes und der Finanzämter. Es fehlt an Weisungen und Personal, um bei den Tiroler Großunternehmern die Umsatzsteuer einzusammeln", so Mair.

Wie kommt es dazu, dass Firmen die Umsatzsteuer säumig bleiben? "Entweder es handelt sich um insolvente Betriebe, die nicht zahlen können, oder es betrifft Betriebe, die einen Umsatzsteuer-Betrug vornehmen. Natürlich gibt es auch ausgetüftelte steuertechnische Tricks, um finanzielle Vorteile zu lukrieren", so Mair.

94 Millionen Euro der Umsatzsteuerschuld aus 2009 stammen übrigens von Tiroler Kleinunternehmern, die zwischen null und fünf Angestellte beschäftigen.

Die offene Abgabenschuld an Einkommensteuer beträgt mehr als 119 Millionen Euro. Ärzte, Rechtsanwälte, Tischlereibetriebe etc. sind hierbei betroffen. Tiroler Aktiengesellschaften, Genossenschaften, Vereine, Privatstiftungen und sonstige Körperschaften schulden dem Bund sage und schreibe 28 Millionen Euro…

von Matthias Holzmann, Tiroler Krone

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