Kritik von Nachfolger

„Amateur!“ Fiese Attacke gegen Ex-Rapid-Sportchef

Fiese Attacke auf Ex-Rapid-Sportchef Fredy Bickel! Der Schweizer, der bis März beim Traditionsklub Grasshopper Club Zürich als sportlicher Leiter tätig war, wurde von seinem Nachfolger als „Amateur“ bezeichnet.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte GC-Sportchef Bernard Schuiteman, der im April das Amt von Bickel übernahm, dass vor seiner Ankunft „amateurhaft“ gearbeitet worden sei. „Es sind Fehler passiert, die leicht vermeidbar gewesen wären“, sagte der Niederländer.

Dass der Klub in der Winterpause Marko Basic ablösefrei nach China habe wechseln lassen, sei ein schwerer Fehler gewesen. „Jeder Anfänger hätte da noch was rausgeholt“, polterte Schuiteman, der in seiner aktiven Karriere unter anderem für den GAK kickte. Dass mit Allen Njie ein wichtiger Spieler wegen Corona in seiner Heimat Liberia festsitze, kreidet der Sportchef auch seinem Vorgänger an. Der Klub habe Njie dazu gedrängt, während der Pandemie in seine Heimat zu fliegen. „Er weinte sogar, weil er nicht heimwollte“, so Schuiteman.

Außerdem habe man es versäumt, Leihspieler Ed Francis von den Wolverhampton Wanderers bei der Gemeinde anzumelden, weshalb dieser - weil er derzeit in seiner Heimat England ist - jetzt nicht mehr in die Schweiz zurückkehren könne.

Bickel, Rapid-Sportchef von 2016 bis 2019, kontert gegenüber der Zeitung „Blick“: „Mit der Wahrheit nimmt es die neue GC-Führung nicht so genau. Sie will von ihren eigenen Versäumnissen ablenken.“ Sein Nachfolger hätte „sich besser erst eingelesen oder bei den Leuten informiert, die dabei waren, bevor er solch haltlose Vorwürfe erhebt“, schäumt Bickel. „Das sind ganz neue Dimensionen des Nachtretens, so habe ich das auch noch nie erlebt. Aber das scheint der neue Stil bei GC - mit der Wahrheit nimmt man es nicht mehr so genau.“

Bickel habe eigentlich keine Lust „sich auf das gleiche Niveau wie Schuitemann zu begeben“, trotzdem hat er zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Bei Basic werde GC mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Jahr noch Geld bekommen, so Bickel. Bei Njie sei das Gegenteil der Fall gewesen, „wir haben ihm sogar vor der Rückkehr nach Liberia abgeraten. Aber er wollte unbedingt nach Hause. Auch, weil er seine bevorstehende Heirat während der Meisterschaftspause vorbereiten wollte.“

Zum Fall Francis könne er keine Stellung nehmen, „ich wurde im März freigestellt. Dies zu einem Zeitpunkt, wo Francis in der Schweiz noch einen Wohnsitz und auch die Arbeitsbewilligung besaß.“

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