18.06.2020 14:52 |

Anti-Rassismus-Debatte

Aktivisten fordern jetzt Aus für „Paw Patrol“

Die Anti-Rassimus-Demonstrationen treiben auch seltsame Blüten: Zahlreiche Aktivisten fordern jetzt nämlich - nicht ganz ernst gemeint - die Absetzung der erfolgreichen Zeichentrick-Serie „Paw Patrol“ aus Kanada. Vor allem der Polizei-Hund Chase stößt auf Kritik. Er sei viel zu freundlich. „Das entspricht nicht dem realistischen Bild der Beamten“, so die Anti-Rassismus-Demonstranten.

Nachdem die Serien-Macher auf Twitter ihre Solidarität mit der „Black Lives Matter“-Bewegung zum Ausdruck gebracht hatten, gab es einen in manchen Kreisen einen Shitstorm, wobei nicht alle Reaktionen ganz so ernst gemeint sein dürften.

Ein Beitrag der Satire-Seite „The Onion“ dürfte dazu wohl auch beigetragen haben. Die Seite postete einen Tweet (siehe unten) zu einem vermeintlichen Artikel, in dem ein Schreiber der Serie den deutschen Schäferhund-Polizisten Chase verteidigt - nachdem dieser in einer Folge einen schwarzen Labrador ganze 17 Mal in den Rücken geschossen habe …

Dennoch: Die Anti-Rassismus-Aktivisten fordern realistische Darstellungen von Polizisten und berufen sich unter anderem auf den Tod von George Floyd, der durch Polizeigewalt starb. Doch zahlreiche Menschen sprechen sich gegen die Kritik aus: „Es ist eine Serie für Kinder“, erinnert eine Nutzerin, „und ,Chase’ eine Repräsentation dessen, was ein guter Polizist sein sollte.“

Millionen Kinder auf der ganzen Welt lieben die Zeichentrickserie, wo es unter anderem auch um Teamgeist und Zivilcourage geht. Seit 2013 sorgen 159 Folgen der „Helfer auf vier Pfoten“ für ein paar ruhige Minuten, wenn Eltern mal durchatmen wollen.

Kronen Zeitung/krone.at

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