12.06.2020 11:52 |

Plus für SPÖ und Grüne

Nach Höhenflug: Umfrage sieht ÖVP-Werte rückläufig

Die Werte der ÖVP bei der Sonntagsfrage sind ebenso wie jene von Sebastian Kurz in der Kanzlerfrage - nach dem Höhenflug in den ersten Monaten der Corona-Krise - mittlerweile klar rückläufig. Das ergab eine aktuelle, über sieben Wochen dauernde Umfrage des market-Instituts mit 1000 Teilnehmern. SPÖ und Grüne konnten demnach zuletzt ein kleines Plus verzeichnen, die Führungsposition der ÖVP ist allerdings weiterhin sehr deutlich.

„Wenn am Sonntag Wahl wäre, welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?“ - diese Frage hat das market-Institut über sieben Wochen lang 1000 Teilnehmern gestellt. Zu Anfang, also kurz nach den ersten Corona-Lockerungen war die ÖVP demnach noch bei 36 Prozent gelegen, zwischendurch dann sogar auf 28 Prozent gefallen und zum Ende der Befragung auf 31 Prozent gelandet.

Die Grünen, die Anfang/Mitte Mai bei zwölf Prozent gelegen waren, kämen demnach heute auf 16 Prozent. Die SPÖ würde derzeit 17 Prozent schaffen, was ihren besten Wert der vergangenen Wochen darstellt. Die FPÖ erreicht bei der Sonntagsfrage momentan acht, NEOS sechs Prozent.

Die Differenz zu anderen Umfragen ergibt sich demnach zum einen aus dem längeren Befragungszeitraum, zum anderen auch aus der Berechnung der Ergebnisse. Denn für gewöhnlich wird bei der Sonntagsfrage der Anteil der Nichtwähler oder Unentschlossenen herausgerechnet, was bei diesem Ergebnis nicht der Fall ist, wie market-Chef Werner Beutelmeyer auf Nachfrage gegenüber krone.at erklärte.

ÖVP laut Hochrechnung zuletzt bei 44 Prozent
Es handle sich bei dem Ergebnis also um die Rohdaten der Befragung, nicht um die übliche Hochrechnung. In einer Umfrage mit Hochrechnung hatte auch das market-Institut die ÖVP zuletzt bei bis zu 44 Prozent angesiedelt. Angesichts des Rückgangs in den Rohdaten sei aber auch im hochgerechneten Ergebnis ein Rückgang zu erwarten, wurde in einem APA-Bericht präzisiert. „Der politische Höhenflug der Bundesregierung ist beendet“, so Meinungsforscher Beutelmeyer.

Zum Vergleich: Das Ergebnis der Nationalratswahl 2019

Kurz bei Kanzlerfrage klar auf Platz eins
In der Kanzlerfrage liegt Kurz derzeit bei 38 Prozent und damit meilenweit vor der zweitgereihten SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (13 Prozent). Angesichts eines Wertes von 46 Prozent vor vier Wochen ist die Zustimmung zum türkisen Kanzler aber ebenfalls geringer geworden. 29 Prozent sind in der Kanzlerfrage unentschlossen oder würden keinen der aktuellen Spitzenkandidaten bzw. gar nicht wählen.

 krone.at
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