In höchste Alarmbereitschaft versetzt worden sind Beamte der Wiener Polizei am Freitagabend. Ein Anrufer drohte mit einem Blutbad, gab an, seinen Vater getötet zu haben, und auch seine Mutter sowie alle Polizisten, die sich ihm in den Weg stellen sollten, umbringen zu wollen ...
Der Anruf ging am Abend gegen 20.30 Uhr bei der Polizeiinspektion Julius-Tandler-Platz ein. „Ich habe mir eine Waffe besorgt und meinen Vater getötet“, teilte der aufgelöste junge Unbekannte mit. Weiters drohte er, auch seine Mutter und jeden Polizisten zu töten, der ihm zu nahe komme. Danach legte der Anrufer auf.
Fahndung eingeleitet
Beim sofortigen Rückruf hob erneut der Mann ab, allerdings bestritt er, gerade mit der Polizei telefoniert zu haben, berichtete deren Sprecher Markus Dittrich am Samstag. Sofort wurde eine Fahndung nach dem Anrufer eingeleitet, in der Folge stellte sich heraus, dass es sich um einen 17-Jährigen handelt, der sich nicht in seiner betreuten Wohneinrichtung befand.
Da die Drohung mit der Tötung der Eltern natürlich ernst genommen wurde, wurden auch diese aufgesucht. Die Pflegeeltern waren wohlauf. Sie waren am selben Tag mit ihrem Pflegesohn in Niederösterreich Essen gewesen, erfuhr die „Krone“. Nach der Rückkehr nach Wien bzw. nach dem Treffen kam es dann offenbar zu dem Vorfall. Der Bursche ist seit Längerem aufgrund einer psychischen Erkrankung auf Medikamente angewiesen.
„Kann mich an Anruf nicht erinnern“
Der 17-Jährige konnte schließlich gegen 22 Uhr von der Polizei auf der Felberstraße angetroffen werden. Er wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn „wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. In der Vernehmung gab der Jugendliche an, sich an den Anruf nicht erinnern zu können“, so Dittrich. Der Verdächtige wurde letztlich auf freiem Fuß angezeigt.
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