Polizei testet Technik

Rotlicht-Sünder werden mit neuen Kameras gejagt

Sechs Kreuzungen werden im Bundesland aktuell mit Kameras überwacht, um gegen Rotlicht-Sünder vorzugehen. Fehlende Ersatzteile bei alten Geräten verhindern eine größere Anzahl. In Brunn am Gebirge testet die Polizei nun ein neues System. Der Ersteindruck ist gut, ein weiterer Einsatz steht dennoch in den Sternen.

Was haben St. Pölten, Mödling, Großweikersdorf, Tribuswinkel und Königstetten gemeinsam? Sie alle haben zumindest eine Kreuzung, auf der Rotlicht-Sünder automatisch gestraft werden. In der Fahrbahn eingelassene Induktionsschleifen dienen als Auslöser, bei Rot einfahrende Autos werden geblitzt. Da sich die sechs Standorte aber ein Kamera-System teilen – also immer nur eine in Betrieb ist – ist die Zahl der Anzeigen überschaubar. 590 Mal wurden im vergangenen Jahr Lenker gestraft. Bis vor kurzem war noch ein weiteres System an zwölf anderen Kreuzungen im Einsatz. Doch für die zuletzt sehr fehleranfälligen Geräte gibt es keine Ersatzteile mehr, sie wurden abgebaut.

Nun droht Ampel-Rowdys aber neues Unheil. Denn in Brunn am Gebirge im Bezirk Mödling wird aktuell eine neue Anlage getestet, die den bisherigen deutlich überlegen ist, sogar kurze Videoclips der Verkehrssünder aufzeichnet. Mit dem Verlauf des Pilotprojekts ist die Landesverkehrsabteilung bislang sehr zufrieden und glaubt auch, dass solche Überwachungsgeräte an Bedeutung gewinnen werden: „Vorrangverletzungen werden leider immer häufiger.“

Ob und wie viele Kreuzungen künftig damit überwacht werden, ist noch unklar. Da die teuren Geräte von der Polizei angeschafft werden müssen, die Einnahmen aber an den Straßenerhalter gehen, spießt es sich aktuell an der Finanzierungsfrage.

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