Begrüßt ÖGK-Vorstoß

Ärztekammer NÖ will papierloses Rezept beibehalten

Die Ärztekammer für Niederösterreich hat sich am Mittwoch für die Beibehaltung papierloser Rezepte ausgesprochen. „Neben der für den Patienten einfacheren Lösung kann dieses elektronische Rezept auch nicht mehr verloren gehen oder gefälscht werden“, so der Kammer-Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Dietmar Baumgartner.

Die wegen der Covid-19-Krise eingeführte Möglichkeit, ein Rezept auch telefonisch zu übermitteln, könnte auch nach Abklingen des Virus bestehen bleiben, zeigte sich die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erst Mitte Mai nicht abgeneigt. Um den Andrang in Ordinationen während der Pandemie möglichst gering zu halten, können elektronische Rezepte auf die e-Medikation von Patienten gespeichert werden, die dann von den Apotheken abgerufen werden.

Die Umstellung auf das kontaktlose System funktioniert laut Kammer-Präsident Christoph Reisner nach kurzen Anlaufschwierigkeiten „nun bestens. Wir sind daher sehr froh, dass sich auch die Österreichische Gesundheitskasse positiv zur Weiterführung des papierlosen Rezeptes nach der Corona-Pandemie geäußert hat.“

„Nicht nur in Niederösterreich werden diese Vorteile für die Patienten und die Ärzteschaft erkannt, auch die Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte spricht sich in einer Resolution für die Beibehaltung der Speicherung des papierlosen Rezeptes in der e-Medikation aus“, bemerkte Baumgartner.

Kammerpräsident: „Eine perfekte Lösung“
Solange es keine gemeinsame Lösung von Ärzten, Apothekern und Sozialversicherung für die Umsetzung des ursprünglich geplanten „sehr aufwendigen und teuren“ e-Rezepts mit Barcode gebe, sei diese Maßnahme unter den aktuellen Gegebenheiten „eine perfekte Lösung“, so der Kammer-Vizepräsident.

In der Steiermark wird die e-Medikation bereits seit 2018 praktisch flächendeckend eingesetzt. Laut Gesundheitsfonds Steiermark sind nahezu alle 1000 Kassenärzte und rund 200 Apotheken auf das elektronische System, das Doppelverordnungen und Wechselwirkungen vermeiden soll, umgestellt. Nach Vorarlberg ist die Steiermark das zweite Bundesland, in dem die Datenbank im Vollbetrieb läuft.

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