Offene Verfahren

Hoffnung für Gegner von Innviertler Freileitung

Der Baubeginn der 110-kV-Leitung von Ried nach Raab rückt näher. Diese Woche findet in Peterskirchen ein Lokalaugenschein statt, bei dem wichtige Details für Zufahrtsstraßen besprochen werden. Dabei ist noch unklar, ob der Bau überhaupt rechtlich einwandfrei ist. Viele Verfahren vor Gericht sind offen.

„Offensichtlich will man vor den Gerichtsentscheidungen vollendete Tatsachen schaffen“, verfolgt die „Schutzgemeinschaft für eine sinnvolle Stromversorgung im Innviertel“ mit viel Skepsis die Vorbereitungen der Netz Oberösterreich für den Baubeginn der Starkstrom-Freileitung von Ried nach Raab. Das Projekt beschäftigt noch immer die Gerichte. Morgen, Donnerstag, stehen beim Landesverwaltungsgericht in Linz sieben Verhandlungen zu den Zwangsenteignungen auf der Tagesordnung. Auch ein Verfahren wegen der Nicht-Durchführung der strategischen Umweltprüfung ist noch am Laufen.

Bereit für finanzielle Abstriche
Wie berichtet, fordern die Gegner der Freileitung eine Verlegung der Kabel aufeiner Länge von 22 Kilometern unter die Erde. Sie sind sogar bereit, finanzielle Abstriche zu machen. „Es geht uns um die Kostenwahrheit. Das Argument, dass eine Freileitung billiger ist, stimmt nicht“, so der Tenor.

Urteil bringt Hoffnung
Nun bringt ein Urteil aus der Schweiz für neue Hoffnung. Dort entschieden die Richter nach einem Marathon-Verfahren, dass die Gesamtkosten einer Erdleitung auf lange Sicht günstiger kommen als eine Freileitung. Das Projekt muss völlig neu realisiert werden. „Es wird einmal mehr der Beweis geliefert, dass Erdkabel nicht teurer sind. Das müssen jetzt endlich die Gerichte und Energiewirtschaft in Österreich zur Kenntnis nehmen“, lässt die „Schutzgemeinschaft“ wissen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 07. Juli 2020
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