„Drakonische“ Strafe

Sexpuppen laut Seoul-Spieler „ein Missverständnis“

Der südkoreanische Fußball-Erstligist FC Seoul muss für die Platzierung von Sexpuppen als Zuschauerattrappen während eines Heimspiels vor leeren Rängen eine saftige Geldstrafe zahlen. Der Verband habe gegen den Verein eine Disziplinarstrafe in Höhe von 100 Millionen Won (etwa 74.560 Euro) verhängt, teilte ein Sprecher der K-League in Seoul am Mittwoch mit. Indes spricht Mittelfeld-Spieler Osmar Ibanez von einem „Missverständnis“ (im Video).

Der FC Seoul habe kurz nach dem Beschluss erklärt, der Verein wolle die Strafe „bescheiden akzeptieren“, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Die Aktion des Hauptstadtvereins hatte zahlreiche Fans verärgert. Die menschenähnlichen Figuren, die der Verein am vergangenen Sonntag beim Geisterspiel gegen den Gwangju FC (1:0) auf Sitzen im Seouler WM-Stadion installiert hatte, stellten sich als weibliche Sexpuppen heraus. Wegen des Coronavirus-Ausbruchs finden die Meisterschaftsspiele der K-League derzeit ohne Zuschauer statt.

Der Verein war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass es sich um Schaufensterpuppen gehandelt habe. Sie sollten die Atmosphäre im Stadion auflockern. Vor dem Match habe der Lieferant betont, „die Puppen haben keine Verbindung mit Erwachsenenspielzeug“. Der FC Seoul räumte aber ein, dass keine genaue Überprüfung bei der Installierung der Figuren stattgefunden habe und dass diese tatsächlich von einem Sexpuppen-Hersteller stammten, hieß es.

Entschuldigung bei den Fans
Der Klub entschuldigte sich bei den Fans. Bei den Untersuchungen der Liga ging es auch darum, ob der Verein gegen die Regeln zu verbotener Werbung verstoßen und dem Image der K-League geschadet hat.

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Donnerstag, 28. Mai 2020
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