14.05.2020 09:05 |

Arbeitslosigkeit

Land fordert Verlängerung der Kurzarbeit

Viele Branchen werden länger als sechs Monate gebremst arbeiten müssen, ohne Verlängerung der Covid-Kurzarbeit drohe noch höhere Arbeitslosigkeit. Das Land spricht über die schlimmen Folgen und fordert eine Verlängerung der Kurzarbeit. 

Eine Rückkehr zu „business as usual“ werde es noch lange nicht geben, gibt Landeshauptmann Stellvertreterin Gaby Schaunig am Donnerstag bekannt. „Aufgrund der Verhaltensregeln und Reisebeschränkungen wird eine Vielzahl von Unternehmen nur eingeschränkt hochfahren und auch in den kommenden Monaten ihrer Geschäftstätigkeit nicht in vollem Umfang nachgehen können. Die Kurzarbeit bewahrt nicht nur die betroffenen Mitarbeitervor Arbeitslosigkeit, sie ermöglicht es den  Unternehmern auch, ihre Stammbelegschaft zu halten“, so Schaunig.

Das Instrument der Kurzarbeit sei generell eine sinnvolle und wichtige Maßnahme der Bundesregierung, allerdings sei es notwendig, die Abläufe zu verbessern. „Die rückwirkende Auszahlung ist für viele Betriebe eine große Belastung, da die Vorfinanzierung durch die Banken leider nicht immer unbürokratisch möglich ist - und dies ausgerechnet in einer Phase, in der durch Umsatzrückgänge die Liquiditätsdecke ohnehin sehr dünn ist“, kritisiert Schaunig. 

Für Personelle Stärkung des Arbeitsmarktservice aus
„Mit dem Bearbeiten der zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die nun aufgesetzt werden müssen, wird die Belastung der AMS-Mitarbeiter noch einmal ansteigen. Das ist mit dem aktuellen Personalstand nicht zu bewerkstelligen“, so Schaunig.

Erhöhung des Arbeitslosengeldes
 „Menschen verlieren unverschuldet ihre Jobs. Viele werden in der derzeitigen Situation keinen raschen Wiedereinstieg schaffen. Die Nettoersatzrate von 55 Prozent ist angesichts dessen viel zu niedrig. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld lag 2018 bei rund 960 Euro monatlich, das ist deutlich unter der Armutsgrenze.“

 Kärntner Krone
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