03.05.2020 06:45 |

Trotz Liga-Abbruchs

Maresic: Sturms Millionen-Export hatte Gänsehaut

Ende August 2019 verwirklichte sich Sturm-Spieler Dario Maresic einen Traum: Der blutjunge Innenverteidiger wechselte von den Grazern zu Stade Reims in Frankreichs Ligue 1, eine der fünf Top-Ligen auf der Welt. Bei den Franzosen erlebte Maresic, der sich mit Sturm 2018 zum Cupsieger und Vizemeister gekürt und als Jungspund großen Anteil am Erfolg der Mannschaft hatte, dann aber eine schwere Zeit. Erst im März 2020 feierte Maresic seine Premiere. Die „Krone“ erreichte den Legionär in der Corona-Zeit - die nächste große Herausforderung für den Sturm-Export. 

„Brutal“, nennt Dario Maresic die Corona-Lage. Der Legionär von Stade Reims relativiert aber. „Uns Fußballern geht’s ja eh gut. Man muss an die denken, die wenig haben und eine Familie in Zeiten wie diesen ernähren müssen.“

Seine Familie und die Freundin daheim in Graz hat Sturms „Millionen-Export“, der dem Sechsten der Ligue 1 an die 1,5 Millionen Euro wert gewesen sein soll, schon lange nicht gesehen. „Aber meine Eltern waren vor Beginn der Einschränkungen bei mir in Frankreich, sind dann geblieben. Sonst hätte ich diese Zeit nicht so gut gemeistert“, grinst der 20-jährige Innenverteidiger, der just im letzten Ligue-1-Spiel vor dem Liga-Stopp gegen Stade Brest (1:0) eine starke Premiere hinknallte. „Es war wichtig, dass ich auch mir selbst gezeigt habe, dass ich mithalten kann."

Nur fünf Spiele in zehn Monaten
Die Durststrecke, die Maresic in Frankreich durchlief, war aber eine lange: Seit August 2019 absolvierte Sturms Eigengewächs nur 106 Minuten für Sturm und Stade Reims, dazu hatte er vier Einsätze fürs U21-Team. Macht: Fünf Spiele in zehn Monaten!

Aber: „Ich habe noch vier Jahre Vertrag, hätte auch die nächsten Spiele gespielt, wenn Corona nicht passiert wäre. Ich kann hier Stammspieler werden!“ Und das bei einem Klub, der vielleicht in der Europa League-Quali (abhängig von Wertung und Ausgang des französischen Cups) ran darf.

Was Dario zuletzt aber aufheiterte und eine Gänsehaut verpasste, war die Aufzeichnung des Cup-Halbfinales 2018 von Ex-Klub Sturm gegen Rapid (3:2), das sich der Legionär an Sturms 111. Geburtstag am 1. Mai online reinzog. „Ein Highlight. Wir waren mehr als eine Mannschaft. Wir waren eine Familie!“

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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