29.04.2020 22:01 |

Alle Einkommensstufen

Härtefallfonds auch für 24-Stunden-Pflegekräfte

24-Stunden-Betreuerinnen und -Betreuer aus Osteuropa sollen nun doch Zugang zum Härtefallfonds bekommen. Diese sollen innerhalb von 48 Stunden eine Steuernummer unbürokratisch lösen können, hieß es am Mittwoch aus dem Büro von Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). 

Wie das „profil“ am Mittwoch berichtete, gelte dies auch dann, wenn das Einkommen unter der Steuergrenze von 11.000 Euro pro Jahr liegt, was oftmals der Fall ist.

Kogler: „Zugang sichergestellt“
„Wir hätten uns eine noch einfachere Lösung gewünscht, aber damit ist der Zugang sichergestellt“, hieß es vonseiten des Vizekanzlers. Zuvor hatte ein Bündnis aus Hilfsorganisationen und Interessensvertretern einen „gerechten Zugang“ zu Mitteln aus dem Härtefallfonds für alle 24-Stunden-Betreuer im Pflegebereich gefordert.

Hilfswerk fordert Ende der Hürden für Ein- und Ausreise von Betreuern
Das Hilfswerk forderte am Mittwoch unterdessen eine rasche Beseitigung der Hürden für die Ein- und Ausreise von Betreuungskräften nach bzw. aus Österreich. Die wegen der Corona-Pandemie verschärften Einreisebestimmungen würden sich „hoch problematisch“ auf die Personalsituation in der 24-Stunden-Betreuung auswirken.

„Kontrollierte Normalität herstellen“
Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich, fordert daher die Einrichtung von „anerkannten Testverfahren“ und „sicheren Reisekorridoren“ für die Betroffenen. Damit könnte man die Lage „wirksam stabilisieren und kontrollierte Normalität herstellen“. Getragen werden sollten die Kosten für Tests und die notwendigen Aufenthalte an der Teststation von der Öffentlichen Hand: „Der Bund hat den Ländern 100 Millionen Euro in einem Pflegepaket zur Verfügung gestellt“, so Anselm. „Aus diesen Mitteln sollte die Übernahme der Kosten erfolgen.“

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