30.04.2020 06:00 |

„Krone“-Lerntipps

Was in der Krise gut beim E-Learning läuft

Wer fit auf dem Computer ist und das Glück hat, dass die Schule einheitlich eine Lernplattform nützt, sieht im Home-Schooling viele Vorteile. Die „Krone“ weiß um die Herausforderungen von Home-Schooling und stellt deshalb für alle Schulstufen bereits seit Beginn der Corona-Krise laufend aktualisierte Lerntipps und zahlreiche Übungen für Eltern und ihren Nachwuchs unter krone.at/hausaufgaben bereit. So klappt das Lernen daheim viel besser.

Auch wenn Distance Learning immer wieder an seine Grenzen stößt und den Lehrer nicht ersetzen kann, so zeigen sich auch viele Vorteile. Wie die relativ freie Zeiteinteilung. Bis auf fixe Treffen der Klasse mit dem Lehrer, virtuell versteht sich, können selbstständige Schüler enorm davon profitieren. Denn das Tempo gibt der Lernende vor. Natürlich gibt es Deadlines. Der Weg dorthin ist aber frei gestaltbar, sogar die Lernpausen, um dazwischen den Kopf frei zu bekommen.

Das Prinzip der Eigenverantwortung
Seit Mitte März heißt es nun vor allem für die Sekundarstufe 1 und 2, sich selbst zu organisieren. Das kriegen aber viele nicht hin. Erste Ergebnisse einer Studie der Uni Wien (siehe auch Grafik unten) haben gezeigt: Ein Viertel der Schüler lernt täglich nur 3,5 Stunden oder sogar weniger! Bei den Jüngeren gibt es nach Möglichkeit noch mehr Unterstützung. Sie werden Woche für Woche von den Eltern an den Lernstoff herangeführt.

Können Mutter und Vater neben Home-Office & Co. genügend Zeit aufbringen, ist obendrein gezieltes, individuelles Eingehen auf den Spross und seine jeweiligen Begabungen möglich. Auch das Üben nach Lerntyp. Und oft vielmehr aus dem Leben gegriffen. Wenn Eltern daheim die Küchenwaage herräumen, um dem Kind die Gewichtseinheiten Gramm, Dekagramm und Kilogramm näherzubringen. Welche Erfahrungen machen Sie? Schreiben Sie uns eine E-Mail.

Indviduelle Förderung - so klappt es!
„Die erste Phase des E-Learnings hat deutlich gemacht, dass Lehrpläne, Stundentafeln und Schulbücher oft noch auf der Annahme basieren, dass Lernen primär in den 50-Minuten-Einheiten von 8 bis 14 Uhr in der Klasse und am Nachmittag in Form von Hausübungen stattfindet“, erklärt Bildungsexperte Dr. Andreas Salcher.

Die Lernforschung hat aber ihm zufolge schon lange bewiesen, wie überholt dieses Konzept ist. Die täglichen Erfahrungen vieler Eltern mit ihren Kindern hätten diese Erkenntnis nun auch in der Realität bestätigt. „Eltern erlebten hautnah, wie ihre Kinder durch die kleinteiligen Fächergrenzen überfordert wurden und die neuen Lernformen daher gar nicht optimal genutzt werden konnten. Vor allem den Lehrstoff für alle Schüler einer Klasse gibt es immer weniger“, so Dr. Salcher.

Gefragt ist individuelles Lernen, das durch E-Learning viel leichter umgesetzt werden könnte. Als Ergänzung. Keine Frage, Schüler sind clever: „Sehr wichtig sehen Schüler Gegenstände wie ,Soziales Lernen’ oder ,Kommunikation’ als Gegengewicht zu digital unterstützten Lernformen an. Diese sind allerdings erst an wenigen Schulen etabliert und sollen daher unbedingt ausgebaut werden.“ Die Krisenzeit hat uns viel gelehrt, wir sollten dranbleiben.

Kronen Zeitung

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