Tödlicher Unfall

Soldaten kämpften um Leben von Unfallopfer (53)

„Nach etwa 40 Minuten Reanimation hat sein Herz wieder geschlagen“, erzählt Stabswachtmeister Patrick G. Er kam mit drei Grundwehrdienern am Unfallort in Ulrichsberg vorbei - ein Lembacher (53) war mit seinem Kleinbus gegen einen Baum gekracht. Die Soldaten halfen ihm, doch er starb wenig später im Spital.

Diese aufwändige Rettungsaktion der vier Soldaten Patrick G., Marc R., Mark B. und Oliver E. nahm kein gutes Ende. Wolfgang W. (53) aus Lembach war am Samstag mit seinem Kleinbus auf der abschüssigen Glöcklberg Landesstraße in Ulrichsberg auf das Bankett geraten und über eine steile Böschung hinabgestürzt. Dann krachte er frontal gegen einen Baum.

Soldaten am Heimweg von Wachablöse
Um 19.20 fuhren die Bundesheerler nach der Wachablöse in Schöneben – wo sie gerade die Grenze zu Tschechien bewachen – an der Unfallstelle vorbei. „Wir haben den Lieferbus gesehen, er war zwischen Bäumen eingekeilt. Sofort sind wir zu dem Mann, der noch im Auto war, gelaufen. Leider hat er nicht auf uns reagiert. Dann haben wir ihn auf die Straße getragen. Er hatte keine Atmung“, erzählt Berufssoldat Patrick G. von den bangen Momenten.

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Leider hat er nicht auf uns reagiert. Dann haben wir ihn auf die Straße getragen. Er hatte keine Atmung.

Soldat Patrick G.

Herzschlag setzte ein
Während die Männer versuchten, Wolfgang W. zurück ins Leben zu holen, kam auch Bundesheer-Notfallsanitäter Florian H. zufällig an der Unfallstelle vorbei, half mit. Wenig später waren auch Rettung und Notarzt zur Stelle. Nach etwa 40 Minuten gab’s ein Erfolgserlebnis: Das Herz von Wolfgang W. begann zu schlagen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber C10 in den MedCampus III. nach Linz geflogen. In der Nacht auf Sonntag erlag er jedoch seinen schweren Verletzungen.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Dienstag, 07. Dezember 2021
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