26.04.2020 08:33 |

Nach missglückter OP

Berichte: Diktator Kim „an Schwelle des Todes“

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un soll sich „an der Schwelle des Todes“ befinden. Diverse Medien berichten - allerdings unbestätigt -, dass Kim nach einer missglückten Operation hirntot sein soll.

Seit Tagen wird über den Gesundheitszustand des Diktators spekuliert, nun machen sogar Gerüchte über das Ableben des Machthabers die Runde: Hong Kong Satellite Television berichtet, dass Kim laut einer „sehr soliden Quelle“ tot sei. Anderen unbestätigten Meldungen zufolge soll bei einer Herzoperation ein Fehler passiert sein, weil die Hände des Chirurgen so heftig gezittert hätten. Ein japanisches Nachrichtenmagazin beschreibt seinen Zustand als „an der Schwelle des Todes“. Demnach soll der nordkoreanische Machthaber hirntot sein. Seriöse Quellen geben sich bedeckt.

Anzeichen verdichten sich
Eine in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ansässige Website hatte bereits in dieser Woche berichtet, dass Kim wegen Herz-Kreislauf-Problemen operiert worden sein soll. Der Nachrichtensender CNN meldete unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, Washington verfolge Geheimdienstinformationen, wonach Kim nach einer Operation in großer Gefahr schwebe. Eine südkoreanische Quelle sagte der Nachrichtenagentur Reuters hingegen, dass Kim am Leben sei und wahrscheinlich bald wieder auftauchen werde.

Privatzug auf Satellitenbildern aufgetaucht
Inmitten der Spekulationen wurde dann der Privatzug des nordkoreanischen Machthabers auf Satellitenaufnahmen in einem Badeord im Osten des Landes gesichtet. Der Zug habe am 21. und am 23. April in einem für die Kim-Familie reservierten Bahnhof in Wonsan gestanden, meldete die renommierte US-Website 38 North in der Nacht auf Sonntag.

Die Gegenwart des Zuges in dem Badeort sage aber nichts über den Aufenthaltsort des nordkoreanischen Machthabers oder dessen Gesundheitszustand aus, erklärte 38 North (der Name der Website bezieht sich auf den 38. Breitengrad Nord, der die koreanische Halbinsel durchquert und bis zum Koreakrieg Nord- und Südkorea trennte; Anm.). Allerdings verleihe sie Berichten weiteres Gewicht, wonach „Kim sich in einem der Elite vorbehaltenen Gebiet an der Ostküste des Landes aufhält“.

Delegation mit Regierungsvertretern entsandt
Obwohl es bislang keinen offiziellen Beweis für den Tod des Diktators gibt, verbreitete sich der Hashtag #KimJongUnDead auf Twitter wie ein Lauffeuer. Zuvor hatte China inmitten von Gerüchten über den Gesundheitszustand von Nordkoreas Diktator eine Delegation mit Regierungsvertretern und Medizinern in das Nachbarland entsandt. Das zumindest behaupten Insider.

Nordkorea schweigt sich zu den international hochgekochten Spekulationen bisher aus. Kim hatte am 15. April überraschend nicht an einer traditionellen Veranstaltung anlässlich des Geburtstages seines 1994 verstorbenen Großvaters, Nordkoreas Staatsgründer Kim Il Sung, teilgenommen.

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