10.04.2020 18:51 |

Lautlose Überwachung

Polizei jagt „Isolationssünder“ mit Zeppelin

Die deutsche Polizei hat eine kreative Lösung gefunden, um „Isolationssündern“ das Handwerk zu legen: Sie gleitet seit Freitag lautlos in einem Zeppelin über den Himmel, um Menschen zu erspähen, die sich am Bodensee nicht an das Kontaktverbot halten.

In Italien werden Drohnen eingesetzt, um Menschen zu entdecken, die unerlaubterweise am Strand von Jesolo die Osterfeiertage verbringen wollen, die deutschen Kollegen setzen auf größere Fluggeräte: An Bord des Zeppelin NT könne man Menschengruppen im öffentlichen Raum auch viel besser sehen als in einem Streifenwagen, erklärte das Ravensburger Polizeipräsidium die ungewöhnliche Maßnahme.

Sprecher: Maßnahmen „von A wie Abstand bis Z wie Zeppelin“
Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich so geräuschlos auf die Lauer legen könne. Bis Ostermontag werden mehrere Flüge durchgeführt, hieß es. Denn: Verstöße gegen die Corona-Verordnung seien kein Kavaliersdelikt, so ein Polizeisprecher, sondern das genaue Gegenteil. „Deshalb gilt es jetzt, alle Register zu ziehen. Genau das tun wir, und zwar von A wie Abstand bis Z wie Zeppelin“, wird der Beamte von „Frankenpost“ zitiert.

Privatsphäre soll gewahrt werden
Mit dem Fluggerät könne ein Gebiet von 3500 Quadratkilometern überwacht werden. „Dabei respektieren wir selbstverständlich die Privatsphäre der Menschen, wir fliegen zumeist in etwa 300 Meter Höhe und fertigen keine Detailaufnahmen in private Bereiche hinein, sondern fokussieren uns auf das Erkennen von Menschengruppierungen. Niemand muss sich sorgen, dass wir den Leuten ,auf den Teller schauen‘“, so der Polizeisprecher.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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