05.08.2010 16:46 |

"Stilvoll" im Netz

Praktische Knigge-Tipps für die Online-Kontaktpflege

Zehn Regeln des deutschen Knigge-Rats, die auf der Website der Anstandshüter veröffentlicht wurden, sollen künftig der "stilvollen Kontaktpflege durch soziale Medien" auf die Sprünge helfen. Der "Social-Media-Knigge 2010" macht auf problematische Themen aufmerksam und gibt praktische Tipps, deren Einhaltung das Online-Miteinander angenehmer gestalten. Hier die zehn Empfehlungen im Überblick:
  1. Netzwerke sorgsam auswählen
    Der Knigge-Rat empfiehlt, Netzwerke kritisch auf Kriterien wie Kosten, Nutzen, Datenschutz und Image hin zu überprüfen. Außerdem sollen Nutzer Privates und Berufliches trennen.
  2. Authentisch bleiben
    Um glaubwürdig zu bleiben, sollte sich niemand eine zweite Identität im Internet aufbauen.
  3. Plumpe Vertraulichkeiten meiden
    Persönliche Informationen nicht nur mit Freunden, sondern auch beruflichen Kontakten zu teilen, kann von letzteren (und nicht nur ihnen) als unangemessen und zu intim wahrgenommen werden.
  4. Unerwünschte Anfragen ablehnen
    Nicht jede Kontaktanfrage muss angenommen werden, eine freundliche, erklärende Nachricht dazu gehört allerdings zum guten Ton. Zu viele virtuelle Kontakte zeugen von Oberflächlichkeit und geben daher kein gutes Bild ab.
  5. Keine Belästigung von Kontakten
    Ständig mit Anfragen für Spiele und Anwendungen zu nerven, ist keine gute Idee und endet oft damit, ignoriert zu werden.
  6. Freundlich bleiben
    Höflichkeit, eine korrekte Anrede des Gesprächspartners und ein freundlicher Abschiedsgruß sind auch in sozialen Netzwerken geboten.
  7. Humor gehört dazu
    Einträge von der eigenen Pinnwand zu löschen sehen viele Internet-Nutzer als Zensur an, die nicht gern gesehen ist. Eine humorvolle Antwort ist der bessere Weg.
  8. Den Dialog aufrechterhalten
    Nur wer zeitnah auf Nachrichten reagiert und mit Netzwerk-Partnern regelmäßig kommuniziert, kann die Vorzüge der sozialen Netzwerke richtig nutzen.
  9. Mit Weitblick agieren
    Im Internet lassen sich Informationen auch Jahre nach ihrer Veröffentlichung finden. Was dem Verfasser oder einer anderen Person in Zukunft schaden könnte, sollte daher den Weg ins Netz erst gar nicht finden oder umgehend wieder gelöscht werden. Schließlich gehen viele Firmen online auf der Suche nach Informationen über Bewerber.
  10. "Trolle" ausschließen
    "Trolle" sind jene Menschen im Internet, die in Diskussionen provozieren und diese sabotieren, ohne Interesse am Thema zu zeigen. Um ihnen den Nährboden zu entziehen, sollten sie aus jeder Kontaktliste verbannt werden.
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