03.04.2020 10:00 |

Drei Festnahmen

Phishing-Bande im Visier der Ermittler

Es sind nur „die kleinen Fische“ einer wohl größeren kriminellen Organisation mit Cybercrime-Charakter: Gemeint sind drei hier in Salzburg lebende Rumänen zwischen 28 und 45 Jahren, die hinter Gittern sitzen. Sie agierten als „Money Mules“: So erhielten sie das Geld der Opfer auf ihre Konten und leiteten es weiter.

Die wahren Kriminellen sitzen in dunklen Hinterzimmern hinter Monitoren und versuchen, mittels Phishing-Attacken die Zugangsdaten von Bankkonten abzugreifen. Das Geld schicken sie dann auf Konten von Mittätern, die es weiterleiten oder abheben. Einer solchen Bande, die österreichweit agiert, konnten Ermittler nun teilweise auf die Schliche kommen: Es geht um rund ein Dutzend Fälle, zwei davon betreffen Salzburger.

Trio befindet sich in Untersuchungshaft

Cyber-Kriminelle schafften es mittels gefälschter Internetseiten oder Mails - so genannter „Phishing-Attacken“ - die Konto-Zugangsdaten vor allem älterer Personen abzugreifen. Damit veranlassten sie Überweisungen auf andere Bank-Konten, wie auf die Konten der drei Festgenommen. Den Ermittlungen nach sollen alle drei Teil einer kriminellen Vereinigung sein. Geldwäsche und betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch als Beitragstäter wird ihnen vorgeworfen. Zumindest an vier Fakten sollen sie Anfang Oktober 2019 beteiligt gewesen sein. Es geht um eine Schadenssumme knapp unter der 100.000-Euro-Grenze. Allein ein Opfer verlor fast 80.000 Euro. Die Vorwürfe geben sie zu, wie Verteidiger Kurt Jelinek sagt. 

Zitat Icon

Meine beiden Mandanten sind bereits geständig. Sie haben nur Aufträge von Hintermänner ausgeführt, die österreichweit operieren. Ich habe bereits Enthaftungsanträge gestellt. Vor allem, da eine Beschuldigte jetzt im fünften Monat schwanger ist.

Kurt Jelinek, Verteidiger und Anwalt in Salzburg

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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