05.04.2020 07:56 |

Die Auswahl ist groß

Ballern auf der Switch: Tipps für jeden Spielertyp

Nintendo-Konsolen haftet der Ruf an, sich eher an ein junges Publikum zu richten. Von der Nintendo Switch kann man das allerdings nicht behaupten. Neben zahlreichen kindgerechten Hits gibt der Spielekatalog nämlich auch reichlich Ballerspaß für ein älteres Publikum her. Flotte Multiplayer-Shooter, grausige Zombie-Ballereien, atmosphärische Dystopien und alte Klassiker: Wir haben uns durchs Sortiment gewühlt und zeigen Ihnen hier unsere Ballerspiel-Favoriten für die Switch.

Sicher, viele Shooter-Fans schwören bei ihrem Lieblings-Genre auf den PC. Bessere Grafik, präzise Maus- und Tastatur-Steuerung: Die Vorteile liegen auf der Hand. In der Switch findet manch einer aber eine sehr taugliche Zweit-Plattform, die den großen Vorteil hat, tragbar zu sein.

Gyro-Sensor hilft bei der Steuerung
Außerdem klappt die Shooter-Steuerung auf der Switch für PC-Umsteiger dank Lagesensor gar nicht so schlecht: Wer mit dem Analog-Stick nicht präzise genug ist, kann durch leichte Bewegung der Konsole bzw. des Controllers nachjustieren. Das feine Zielen per Gyro-Sensor bieten fast alle Shooter auf der Switch, die wir uns für dieses Special näher angesehen haben - auch viele alte Klassiker.

Bis das gerade für PC, PS4 und Xbox erschienene „Doom Eternal“ auf die Switch kommt, dauert es zwar noch etwas. Die Kult-Reihe von id Software ist aber bereits mit allen anderen Serienteilen auf der Switch präsent. Das erste „Doom“ aus dem Jahr 1993, der zweite und dritte Teil, der N64-Ableger „Doom 64“ und der „Doom“-Reboot aus dem Jahr 2016 sind bereits erhältlich und laden Shooter-Fans zu einem Ausflug in die Genre-Geschichte ein.

Neben „Doom“ ist noch eine id-Software-Schöpfung sehr präsent auf der Switch: „Wolfenstein“. Publisher Bethesda hat „Wolfenstein II: The New Colossus“ und „Wolfenstein: Youngblood“ auf die Switch portiert und schickt Nazi-Jäger B.J. Blazkowicz und seine Töchter darin in eine alternative Realität, in der Nazideutschland den zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA besetzt hat.

Während man in „Wolfenstein“ gegen lebende Nazis kämpft, sind es in der „Zombie Army Trilogy“, die Entwickler Rebellion gerade frisch auf die Switch portiert hat, untote Nazis. Der Third-Person-Shooter enthält drei aberwitzige Kampagnen voller Nazi-Zombies, einen lokalen Mehrspielermodus, einem „Horde“-Modus und jede Menge Splatter-Effekte. Wer Freude an B-Movies wie „Dead Snow“ hat, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Dank lokalem Multiplayer für bis zu vier Spieler auch für Koop-Fans interessant!

Wer sich lieber mit der subtilen Eliminierung einzelner Gegner statt Zombie-Horden auseinander setzt, sollte einen Blick auf „Sniper Elite“ werfen. Auf der Switch gibt es den zweiten und dritten Teil der Scharfschützen-Saga als „Remastered“ bzw. „Ultimate“-Edition - inklusive nachvollziehbarer Ballistik, coolen Zeitlupen-Kills und reichlich Action auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs.

Wer auf der Suche nach einem atmosphärischen Ballerabenteuer mit guter Story ist, könnte mit der „Metro“-Reihe glücklich werden. Zwar gibt es den neuesten Ableger „Exodus“ noch nicht für die Nintendo-Konsole, die ersten beiden Serienteile „Metro 2033“ und „Metro: Last Light“ in der überarbeiteten „Redux“-Version aber sehr wohl. Darin verschlägt es den Spieler nach der Atom-Apokalypse in die Moskauer U-Bahn, wo er sich gegen verstrahlte Mutanten und anderes Getier zur Wehr setzt. Die Reihe basiert auf den gleichnamigen Romanen des russischen Science-Fiction-Autors Dimitri Gluchowski.

Alien Isolation“ ist zwar streng genommen kein Shooter, weil man sich hier unbewaffnet vor allem darin versucht, nicht in die Fänge des namensgebenden Außerirdischen zu geraten. Das atmosphärische Gameplay und der Umstand, dass man hier aus der First-Person-Perspektive um sein Überleben kämpft, veranlassen uns aber dazu, den Titel trotzdem in diese Liste aufzunehmen.

Brachiale Haudrauf-Action statt Story findet man als Spieler im Shooter „Bulletstorm“ von People Can Fly. Der Titel ist interessant für Freunde von überzeichneten Figuren wie „Duke Nukem“ oder „Serious Sam“ und enthält als besondere Finesse ein Belohnungssystem für besonders kreative Kills.

Einen besonderen Shooter für die Switch gibt es in Form von „Superhot“. Das minimalistische Ballerspiel nutzt eine einzigartige Spielmechanik, um Spannung zu erzeugen: Die Zeit läuft hier nur, wenn der Spieler sich bewegt. Spektakuläre Feuergefechte im „Matrix“-Stil sind die Folge.

Eine spaßige Schießbude in hübscher Comic-Optik, die insbesondere zu zweit im Koop-Modus für viel Kurzweil sorgt, ist „RICO“. Darin schlüpfen die Spieler in die Haut zweier Cops, die einen spektakulären Fall lösen müssen und nur 24 Stunden Zeit dafür haben. Klar, dass unter diesem Zeitdruck bei den zur Lösung des Falles nötigen Razzien zuerst geschossen und dann gefragt wird.

Immortal Redneck“ ist ein Shooter der alten Schule, in dem man sich als waffenschwingender Hinterwäldler-Tourist nach einem Unfall im alten Ägypten wiederfindet und sich riesigen Monsterhorden in den Pyramiden von Gizeh stellt. Der flotte Shooter ist interessant für Freunde von Titeln wie „Serious Sam“ oder alter Klassiker wie „Quake 2“.

Interessant für Western-Freunde ist „Call of Juarez: Gunslinger“. Hier erlebt man als Revolverheld eine atmosphärische und vor allem bleischwangere Wildwest-Geschichte voll bekannter Western-Figuren von Billy the Kid bis Jesse James. Nicht nur durch die stimmigen Schießereien, sondern auch durch die hübsche Kulisse interessant.

Wer gerne ballert, aber auch gern das Lichtschwert schwingt, wird Freude mit der Switch-Umsetzung der PC-Klassiker „Star Wars: Jedi Knight 2“ und „Star Wars: Jedi Academy“ haben. Im ersteren spielt man als Ex-Jedi Kyle Katarn in der ersten Hälfte einen atmosphärischen „Star Wars“-Shooter mit ordentlichem Waffenarsenal bis hin zur Wookie-Armbrust, schwingt im späteren Spielverlauf aber auch immer öfter das Lichtschwert. Im Nachfolger „Jedi Academy“ verzichtet man weitgehend auf den Fernkampf und forciert die Lichtschwert-Komponente.

Noch zwei Shooter-Klassiker finden Switch-Spieler in den beiden Nintendo-Shootern „Turok und Turok 2: Seeds of Evil“. Die Klassiker aus der Nintendo-64-Zeit machen den Spieler zum durch die Zeit reisenden Krieger Turok, der sich in einer prähistorischen Welt allerlei Dino-Feinden stellt. Damals ein Meilenstein - und auch heute noch ein interessanter Titel für Retro-Fans.

Wenden wir uns den Mehrspieler-Shootern zu. Hier ist Blizzards „Overwatch“ sicherlich einer der spannendsten Titel für die Switch. Der Team-Shooter ist hervorragend ausbalanciert, es gibt eine Menge unterschiedliche Helden mit jeweils ganz eigenem Spielstil, schnelles und taktisches Gameplay und eine Unzahl freischaltbarer Skins, Animationen und Sprüche.

Kindgerechter als im Durchschnitts-Shooter geht es in Nintendos hauseigener Multiplayer-Ballerei „Splatoon 2“ zu. Statt Blut spritzt hier die Farbe, wenn die knuffigen „Inklinge“ - halb Mensch, halb Tintenfisch - aufeinander losgehen und darum kämpfen, möglichst große Bereiche des Spielfeldes in ihre jeweilige Team-Farbe zu tauchen. Besonders erwähnenswert ist hier die lustige Waffenauswahl. Man kann sogar mit der Malerrolle durch die Levels mähen.

Zum Abschluss noch zwei Gratis-Tipps, die jeder Switch-Besitzer kostenlos aus Nintendos eShop herunterladen kann. Da wäre zum einen „Paladins“, der Helden-Shooter aus dem Hause Hi-Rez-Studios. Er knüpft ans „Overwatch“-Rezept an und lässt Charaktere mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten aufeinander los. Die Basisversion ist gratis, Geld verdienen die Entwickler durch den Verkauf von In-Game-Items.

Und dann wäre da natürlich noch „Fortnite“. Der Multiplayer-Megahit von Epic Games kann ebenfalls gratis aus dem eShop heruntergeladen werden und schickt je 100 Spieler auf eine weitläufige Inselkarte, auf der sie auf stetig kleiner werdendem Raum so lang kämpfen, bis nur mehr einer oder ein Gewinner-Team übrig ist. Das Spielprinzip ist enorm beliebt, Switch-Gamer können in „Fortnite“ dank Cross-Play sogar gegen Spieler auf anderen Plattformen antreten.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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