Spital am Pyhrn

Überforderter Bauer (47) ließ 23 Schafe verenden

Überforderung gab ein Nebenerwerbslandwirt aus Spital am Pyhrn als Ursache an, warum er in seinem Stall 23 Schafe verenden ließ. Die Kadaver der Tiere wurden von Polizei und Amtstierärztin am Donnerstag entdeckt. Dem 47-Jährigen droht nun eine Verurteilung wegen Tierquälerei und auch ein Tierhalteverbot.

Der Polizei und der Kirchdorfer Amtstierärztin Edeltraud Pirker bot sich auf dem Hof in der Ortschaft Seebach ein erschreckendes Bild: Im Stall und davor, unter einer Siloplane, fanden sie insgesamt 23 tote Schafe. Laut Tierärztin waren die verwesten Tiere bis zu vier Monate tot. Ein noch lebendes Tier war in einem so erbärmlichen Zustand, dass es sofort erlöst werden musste. Sechs Tiere aus dem stark verschmutzten, verkoteten Stall wurden zu Landwirten in der Nähe gebracht.

„Können nicht alle kontrollieren“
Von dem Tierdrama will aber in Spital am Pyhrn niemand etwas mitbekommen haben. Bürgermeister Aegidius Exenberger: „Ich wurde auch am Donnerstag nicht verständigt. Wenn ich etwas gehört hätte, hätte ich schon längst mit dem Bauern gesprochen.“ Auch der Veterinärmedizinische Dienst der BH Kirchdorf wurde erst durch eine anonyme Anzeige aufmerksam. Bezirkshauptmann Dieter Goppold: „Wir können nicht alle Tierhalter kontrollieren. Es gibt einen Stichprobenplan.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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