Fall in Oberösterreich

Weiteres Corona-Todesopfer: Mann starb zu Hause

Ein Blick auf die Corona-Statistik des Landes Oberösterreich vom 22. März (8 Uhr) zeigt, dass es ein zweites Todesopfer wegen des Virus in Oberösterreich zu beklagen gibt. Dabei handelt es sich um 53-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land, der zuhause gestorben ist. Bereits am Montag war eine Linzerin (27) mit Vorerkrankungen verstorben. Unterdessen steigen die Zahl der Infizierten in den Bezirken. Nach einem Ausflug ist einer halber Verein mit dem Virus angesteckt.

Oberösterreich hat das zweite Corona-Todesopfer in einer Woche zu beklagen. Das geht aus der Statistik des Landes OÖ hervor. Obwohl der zweite Todesall unter „Verstorben: 2“ auf der Homepage veröffentlicht wurde, schwieg der Krisenstab mehrere Stunden zu dem Vorfall. Es handelt sich um einen 53-jährigen Mann aus dem Bezirk-Linz-Land mit Vorerkrankungen, der bereits seit mehreren Tagen zuhause unter Atembeschwerden litt. Am Samstagabend wurde der Hausärztliche Notdienst des Roten Kreuzes alarmiert. Der Patient verstarb noch zuhause an einem Herzstillstand. Da der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus bestand, wurde von dem Toten ein Abstrich genommen, dessen Ergebnis positiv war.

Bereits am Mittwoch war eine 27-jährige Frau aus Linz verstorben. Sie litt unter schweren Vorerkrankungen und war bereits länger im Kepler-Universitätsklinikum in Behandlung.

Halber Verein infiziert
Zeitgleich steigen die Zahlen der Infizierten in Oberösterreich weiter stark an: 628 Oberösterreicher haben sich laut Gesundheitsministerium (22. März, 15 Uhr) mit dem Coronavirus (Covid-19) infiziert. Besonders betroffen sind neben Linz auch die Bezirke Perg, hier hat sich die Zahl der Fälle fast verdoppelt und Urfahr-Umgebung. Zudem soll darüber nachgedacht werden, dass Gemeinden abgesperrt und unter Quarantäne gestellt werden. Nach einem Ausflug ist sogar die Hälfte eines Vereins infiziert.

Altenpfleger angesteckt
Wie schnell sich das Corona-Virus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen im Mühlviertel ausbreitet, zeigt der aktuelle Fall: Mehr als jeder Zweite von 44 Mitgliedern des Gesangsvereins von St. Georgen an der Gusen ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Chormitglieder hatten sich vor knapp zehn Tagen bei einem gemeinsamen Probenwochenende in einem Heim in Losenstein angesteckt. Unter ihnen befinden sich Altenpfleger genauso wie Mitglieder von Einsatzkräften. Tatsächlich gab es laut Landesstatistik im Bezirk Perg von Freitag, 17 Uhr, auf Samstag, 17 Uhr, einen Anstieg von 43 auf 85 Infizierte. 

Am zweitstärksten betroffen
Oberösterreich ist nach Tirol (644) am zweitstärksten betroffen. Die restlichen Bundesländer: Niederösterreich (446), Salzburg (269), Steiermark (423), Vorarlberg (263), Wien (403), Burgenland (64) und Kärnten (105). Gesamtübersicht in OÖ (Stand 21. März):

  • Linz 79
  • Steyr 8
  • Wels 22
  • Braunau 12
  • Eferding 7
  • Freistadt 29
  • Gmunden 17
  • Grieskirchen 12
  • Kirchdorf 14
  • Linz-Land 52
  • Perg 85
  • Ried 13
  • Rohrbach 38
  • Schärding 15
  • Steyr-Land 19
  • Urfahr-Umgebung 81
  • Vöcklabruck 30
  • Wels-Land 29

Stabile Infektionsentwicklung
Die Entwicklung in ganz Österreich betreffend der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums stabil. So wurden in Österreich bis Samstag 18.545 Tests durchgeführt - binnen 24 Stunden eine bisherige Höchstzahl von gemeldeten 2932 Testungen.Am Samstagabend waren in Österreich mehr als 3000 Menschen als mit SARS-CoV-2 infiziert registriert. Insgesamt 16 Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gibt es bislang in Österreich.

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