Lukas Reim zieht einen Schlussstrich unter seine Karriere als Ruderer. Der Salzburger brannte zuletzt nicht mehr so für den Sport, wie es nötig gewesen wäre. Jetzt orientiert er sich um. Einen Plan für die Zukunft hat der 27-Jährige bereits.
Schluss. Aus. Vorbei. Mit 1. März zieht Ruderer Lukas Reim einen Schlussstrich unter seine Karriere. „Die Story fängt 2024 an“, erzählt der Salzburger im Gespräch mit der „Krone“. Reim bekam im Herbst vom Bundesheer die Mitteilung, dass sein Vertrag nicht verlängert wird, er mit November kein Heeressportler mehr sein wird. „Der Ruderverband hat sich dafür entschieden, dass er sich eine Zukunft mit mir nicht vorstellen kann. Das ist natürlich schade“, sagte er damals.
Die Entscheidung kann er auch heute noch nicht ganz nachvollziehen, er wäre gern im Flachwasser geblieben. Der bald 28-Jährige ließ sich aber nicht hängen, orientierte sich auf Küstenrudern um. „Das hätte mir gut gefallen, da hätte ich mir etwas gesehen.“ Doch eine Verletzung im Frühjahr des vergangenen Jahres bremste ihn lange aus. Im Herbst wollte der Möve-Salzburg-Athlet einen neuen Versuch starten. „Ich habe dann aber gemerkt, dass sich die Prioritäten verschoben haben“, erklärt Reim, der erst kürzlich von einer zweiwöchigen Reise nach Kapstadt zurückgekehrt war. „Ich brenne nicht mehr so dafür. Aber für den Ruder- und den Leistungssport muss du brennen, damit du dort hinkommst, wo ich hin will.“
Zwei Faktoren spielten in seiner Entscheidungsfindung eine große Rolle: das Gehalt eines Ruderer sowie sein fertiges Wirtschaftsrecht-Studium. „Der Rudersport ist leider ein Sport, wo man während und auch nach der Karriere nicht so viel verdient, dass man super davon lebt“, betont Reim, dessen größter Erfolg die Bronze-Medaille im Einer beim Weltcup in Poznan (Polen) im Juni 2024 war. Nach seinem abgeschlossenem Studium widmet er sich voll seinem neuen Beruf, den er im März bei einer Bank beginnen wird.
Reim war das Aushängeschild
Sein Abschied vom aktiven Sport ist aber keiner aus dem Rudersport im Allgemeinen. „Ich bin gerade dabei mit Personen aus Salzburg Möglichkeiten für meine Tätigkeit zu kreeiren. Ich möchte meine Erfahrungen und das Wissen weitergeben.“ Davon hat er einiges. Denn in den vergangenen Jahren war er das einzige Aushängeschild, das Salzburg in dieser Sportart hatte. Davor war Ralph Kreibich (2007 Europameister im Einer) der letzte starke Ruderer aus dem Bundesland. Jetzt wird es Zeit, in die Fußstapfen von Reim zu treten. Durch das noch sehr junge Küstenrudern hat sich eine neue Sportart entwickelt, in der mit Nikolas Roidmayer (Junioren-Europameister im Doppelzweier) und Tabea Minichmayr (2024 Europameisterin im Einer) zwei vielversprechende Athleten auf dem Weg zu Olympia sind.
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