18.03.2020 15:00 |

E-Learning

Wie steirische Schulen nun unterrichten

Bildungseinrichtungen wurden am Montag geschlossen, das Betreuungsangebot, das statt dem Unterricht stattfindet, wird nur sehr schwach genutzt. Dass die Ausnahmesituation rund um das Coronavirus aber nicht bedeutet, dass Schüler untätig herumsitzen, zeigen innovative Unterrichtskonzepte an steirischen Schulen.

Gähnende Leere in den Klassenzimmern: Seit Montag gibt es keinen regulären Unterricht mehr, dafür bieten Schulen Betreuung an. Diese wird jedoch weniger genutzt, als ursprünglich angenommen. Gingen die Regierungsparteien anfangs noch davon aus, dass bis zu 20% der Kinder am „Nicht-Unterricht“ teilnehmen werden, so waren es am Montag in der Steiermark nur 1,4%, am Dienstag rund 0,35% und am Mittwoch nur noch 0,2%, das sind lediglich 180 von 90.800 Schülern. „Wenn uns Menschen Gefahr droht, dann wollen wir einfach bei unseren Familien sein‘‘, so Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner.

Kinder und ältere Pädagogen sollen geschützt werden
„Im Mittelpunkt steht die Sicherheit aller Menschen, vor allem auch unserer Kinder. Daher sind die meisten Schüler daheim“, meint Meixner. „Auch auf Risikogruppen wie Pädagogen ab 60 Jahren oder gesundheitlich Gefährdete ist besonders Rücksicht zu nehmen. Ebenso auf Pädagogen, die selbst eigene Kinder betreuen. Sie sollen nicht in der schulischen Betreuung eingesetzt werden.“

E-Learning als Unterricht der Zukunft
„Wir haben insgesamt 264 Schüler, am Montag waren davon drei anwesend, am Dienstag kein einziger mehr“, erzählt Bernhard Braunstein, Direktor der NMS Gleisdorf. Still steht der Unterricht aber nicht: „Schüler können auf einer Online-Plattform Unterlagen abrufen, selbstständig an Aufgaben arbeiten und diese den Lehrern schicken.“ Das Feedback der Schüler sei sehr positiv. Braunstein sieht die aktuelle Lage als große Chance, digitale Kanäle an Schulen auszubauen. „Diese Form des Unterrichts ist die Zukunft.“

Auch die Polytechnische Schule in Deutschfeistritz setzt auf E-Learning: „Wir sind gut gerüstet. Kollegen unterrichten live von zuhause aus, der Unterricht ist im Nachhinein zusätzlich auf YouTube abrufbar’’, so der Schulleiter Markus Oberländer. ,,Auch in schwierigen Zeiten kommen wir zurecht und können so unterrichten, dass es den Schülern Spaß macht.“

Julian Strassegger
Julian Strassegger
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