Virus-Ärger in Linz

Nach Studentenparty positiv auf Corona getestet

Zum Ärgern! Die Johannes-Kepler-Universität in Linz stellte bereits am 10. März ihren Lehrveranstaltungs- und Prüfungsbetrieb ein. Zudem ermahnte Rektor Meinhard Lukas die Studierenden, soziale Kontakte auf das Notwendigste zu minimieren. Half alles nichts! Denn am vergangenen Samstag feierten 26 Studenten eines internationales Studienprogramms eine Abschiedsparty im Julius-Raab-Heim. Nun ist einer der Studenten, der bei der Feier dabei gewesen sein soll, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein weiterer Student klagt über hohes Fieber. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Oberösterreich einfach unverständlich.

Eindringlich hatte JKU-Rektor Meinhard Lukas seine Studierenden ermahnt, die Einstellung des Präsenz-Lehrbetriebs in Linz durch das Meiden sozialer Kontakte zu ergänzen. Trotzdem haben 26 Studentinnen und Studenten eines internationalen Austauschprogramms namens „Troika“ (Österreicher, Italiener, Russen) noch am Samstag eine Abschiedsparty im Linzer Julius-Raab-Studentenheim gefeiert.

Die Krux: Ein russischer Student dieses Programms, der höchstwahrscheinlich auch bei der Party dabei war, wurde bei seiner Rückkehr nach Russland Anfang der Woche positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne genommen. Ein weiterer Student klagt über hohes Fieber. Und von zumindest einem italienischen Angehörigen dieser Truppe ist bekannt, dass er zwischen 18. und 20. Februar auf Kurzbesuch zu Hause in Bergamo war. Dieser Student zeigt aber keine Symptome.

Rektor Meinhard Lukas dürfte ziemlich „sauer“ auf die allzu sorglosen „Party-Löwen“ sein. Offiziell wird mitgeteilt, dass umgehend die Gesundheitsbehörden und das Wissenschaftsministerium von diesem Corona-Unfug informiert wurden. Internationale Studienprogramme sind derzeit ohnehin auf Eis gelegt, also sollte sich so etwas nicht wiederholen.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Montag, 26. Oktober 2020
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