Corona-Krise

„Bild“ über Kurz: „So einen brauchen wir auch!“

Politik
14.03.2020 07:58

Nicht nur in Österreich wird der verantwortungsvolle Umgang der Regierung mit der Corona-Krise geschätzt - so fühlen sich 70 Prozent der krone.at-Leser von den Verantwortlichen ausreichend informiert oder sagt der US-Botschafter in Österreich, Trevor Traina, dass er sich auch derzeit in unserem Land „hunderprozentig sicher“ fühle -, auch im Ausland wurde man auf das Krisenmanagement aufmerksam. Lob gab es vor allem für Bundeskanzler Sebastian Kurz. „So einen brauchen wir auch!“, titelte etwa die „Bild“ auf ihrer Online-Ausgabe und nennt Kurz „Corona-Klartext-Kanzler“.

In Deutschland werden zunehmend Stimmen laut, dass die Regierung mehr für den Kampf gegen das sich immer weiter ausbreitende neuartige Coronavirus tun müsse - und schneller. „Während Kanzlerin Angela Merkel angeschlagen wirkt, sich mit den Ministerpräsidenten auf keine gemeinsame Linie einigen kann, zeigt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz Führungsstärke.“ Kurz stelle sich fast täglich „kerzengerade“ vor die TV-Kameras, präsentiere „eine Knallhart-Maßnahme nach der anderen“.

„So einen brauchen wir auch!“, ist sich die „Bild“ sicher. (Bild: Screenshot bild.de)
„So einen brauchen wir auch!“, ist sich die „Bild“ sicher.

Die „New York Times“ hingegen lobte kürzlich Merkels „typische zurückhaltende, gradlinige Art“, mit der die Kanzlerin „einige harte Fakten über das Coronavirus in einer Weise vorlegte, die nur wenige andere Führungspersonen“ hätten. „Es muss uns klar werden, dass viele Menschen sich infizieren werden“, sprach auch Merkel unter Berufung auf Experten von einer Rate von 60 bis 70 Prozent, die betroffen sein könnten, „wenn sich an der derzeitigen Situation nichts ändert“.

Merkel: „Werden alles tun, was notwendig ist“
Auch Deutschland handelt: Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus werden die meisten Schulen und Kinderbetreuungsstätten ab der kommenden Woche geschlossen. Bis Freitagnachmittag kündigten 13 Bundesländer flächendeckende Schließungen an. „Wir sind gewillt, die Bundesregierung, aber auch die Bundesländer, der Deutsche Bundestag, alles zu tun, was notwendig ist, alles zu tun, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen“, sagte Kanzlerin Merkel.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) (Bild: AFP)
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Die Regierung brachte am Freitag auch ein umfassendes Paket auf den Weg unter anderem mit unbegrenzten Liquiditätshilfen für betroffene Unternehmen. Zudem will die Regierung den Unternehmen mit Steuererleichterungen helfen. Das würden Milliarden sein, die zunächst einmal nicht in der Staatskasse landen, so Finanzminister Olaf Scholz. Gesundheitsminister Jens Spahn appellierte an alle Krankenhäuser in Deutschland, unter anderem ihr ehemaliges Personal in die Spitäler zurückzuholen, wie die „Bild“ berichtete.

Deutschland kämpft mit mehr als 3000 Infektionen
In Deutschland sind mittlerweile sieben Menschen an einer Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben, das Land hat bereits mit mehr als 3000 Infektionen zu kämpfen. Die Landesregierungen Bayerns, Niedersachsens und des Saarlands beschlossen entsprechende Schritte. Berlins Bürgermeister Michael Müller ordnete eine stufenweise Schließung ab Montag an. Zudem solle der öffentliche Nahverkehr in der deutschen Hauptstadt eingeschränkt werden.

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