Kein Ende der Pannenserie: Nach erneuten Zugausfällen wächst der Unmut bei Passagieren der Graz-Köflacher Bahn. Gemietete Triebfahrzeuge sind offenbar überaus störungsanfällig.
Bei GKB-Fahrgästen liegen die Nerven blank: Seit vor einem halben Jahr auf der S6 zwischen Graz und Wies-Eibiswald das elektrische Zeitalter eingeläutet wurde, kommt es laufend zu Verspätungen und Zugausfällen. Teils desolate Waggons – von der Deutschen Bahn als Übergangslösung angemietet – tragen auch noch ihr Scherflein dazu bei.
Diese Woche kam es wieder besonders dick: Am Dienstag fielen, wie berichtet, gleich mehrere Züge ganz aus. Auch am Mittwoch war das Problem noch nicht behoben, es kam erneut zu Ausfällen. Mit Kommentaren wie „Richtig stark nachgelassen, ich bin enttäuscht und will meine alte GKB zurück!“ oder „Ich verstehe jeden, der aufs Auto umsteigt“ machen Fahrgäste online ihrem Ärger Luft.
Mit Bekanntwerden der Qualitätsprobleme im Jahr 2025 hat es umgehend Interventionen seitens Land Steiermark gegeben.

Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ)
Bild: Christian Jauschowetz
Zu wenig Busse und Fahrer für Ersatzverkehr
Die aktuellsten Turbulenzen begründet die GKB mit technischen Störungen bei den angemieteten Loks. „Wir bitten die Fahrgäste um Entschuldigung und hoffen, den Bahnverkehr bald wieder planmäßig durchführen zu können“, sagt GKB-Sprecher Ernst Suppan. Für einen Schienenersatzverkehr in dieser Größenordnung habe man zu wenig Busse bzw. Fahrpersonal.
Insgesamt hätten sich die Störungen seit Herbst auch bereits verringert. „Seit Anfang 2026 werden zudem Maßnahmen im Triebfahrzeugmanagement umgesetzt, wodurch wir hoffen, die Störungsanfälligkeit nachhaltig senken zu können“, so Suppan.
Von Verkehrslandesrätin Claudia Holzer heißt es, seit Aufkommen der Probleme habe das Land interveniert und es gebe nach wie vor regelmäßige Treffen zwischen Land, GKB und Verkehrsverbund.
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