13.03.2020 11:17 |

Rasante Ausbreitung

Corona: Keine Partys, soziale Kontakte meiden!

„Wir haben eine Situation, die vor kurzem noch unvorstellbar war“, betonte Tirols Landeshauptmann Günther Platter am Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck! Die Herausforderungen seien für alle enorm - es werde aber niemand im Stich gelassen. Die Zahl der Neuinfizierungen steigt seit Tagen exponentiell. Die Bevölkerung wird einmal mehr dazu aufgerufen, das Virus nicht zu unterschätzen und soziale Kontakte einzuschränken. Die Lebensmittelversorgung sei weiterhin gegeben - Hamsterkäufe seien absolut „nicht notwendig“, betonte LH Platter.

Tirols Landeshauptmann bekräftigte noch einmal die Maßnahme, die Wintersaison in Tirol vorzeitig zu beenden. Am Wochenende wären im Zuge des Urlauberschichtwechsels 150.000 Gäste gekommen. „Das wäre unverantwortlich gewesen“, so Platter, der an alle Urlauber appelliert: „Bitte bleiben Sie zu Hause und besuchen Sie Tirol später einmal.“ In Tirol sind übrigens alle Hotels von der Schließung wegen des Coronavirus betroffen, also nicht nur jene in den Skigebieten. Ausnahmen gebe es nur für medizinisches Personal sowie im Geschäfts- bzw. Wirtschaftsbereich.

„Werden keinen im Stich lassen“
Platter betonte zudem, dass es noch weitere, verschärfte Maßnahmen geben wird - unter anderem was den Handel, die Geschäfte und Restaurants angelangt. Platter spricht generell von „einschneidenden Maßnahmen“ - vor allem für Arbeitnehmer und Unternehmer, die von Schließungen betroffen sind. „Wir werden aber niemanden im Stich lassen und alles meistern.“ Selbiges wird auch vonseiten der Tiroler Wirtschafts- und Arbeiterkammer betont.

Rasante Ausbreitung
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg betonte, dass es bei den Neuinfizierungen eine exponentielle Entwicklung gebe. Mit Stand Freitagvormittag gab es in Tirol insgesamt 141 Fälle. Laut Tilg gehe die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) derzeit davon aus, dass sich die Zahl der Erkrankten derzeit alle drei Tage verdoppeln wird.

Dringender Appell, vor allem an junge Menschen
Sowohl vonseiten der Politik als auch von der Medizin wird einmal mehr appelliert, dass man soziale Kontakte möglichst einschränken sollte. Vor allem junge Menschen, die beim Krankheitsverlauf zwar weniger gefährdet sind, aber dafür bei der Weiterverbreitung des Virus eine große Rolle spielen, sollen Solidarität zeigen. Heißt unter anderem: Man soll weder Partys veranstalten noch daran teilnehmen.

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