Neue Krise?

In unseren Asylquartieren gibt es 900 freie Plätze

Während Europa voll Besorgnis mitverfolgt, was an der griechisch-türkischen Grenze abläuft, ist auch die Lage auf heimischem Boden interessant. In Oberösterreich befinden sich nach der Krise 2015/16 derzeit noch 4200 Asylwerber in der Grundversorgung. 2600 von ihnen leben in Asylquartieren, wo 900 Plätze frei sind.

„Wir haben aktuell 4200 Personen in der Grundversorgung, der Großteil sind Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind. 2600 von ihnen sind in organisierten Asylunterkünften untergebracht, der Rest wohnt privat“, erklärt der neue grüne Integrationslandesrat Stefan Kaineder auf „Krone“-Anfrage. Aktuell gibt es noch 175 solcher Unterkünfte, in denen 900 Plätze frei sind. „Die Zahlen sind extrem gesunken. Deswegen wurden die Quartiere auch sukzessive abgebaut“, sagt Anschober-Nachfolger Kaineder.

„Ich verlass‘ mich auf die Bundesregierung, die eine Lösung suchen wird“
Nachsatz: „Als Vorsichtsmaßnahme kann man natürlich nicht alle Quartiere abbauen. Es gibt Kapazitäten, Oberösterreich kann helfen, wenn es nötig ist“, verspricht Kaineder, der angesichts einer neuerlich herandräuenden Flüchtlingskrisemeint: „Ich verlass‘ mich auf die Bundesregierung, die eine Lösung suchen wird. Aus meiner Sicht ist es das Gescheiteste, die Hilfe vor Ort zu intensivieren. Man kann ja mit den NGOs wie der Caritas direkt zusammenarbeiten. Was es jedenfalls braucht, ist eine europäische Friedensinitiative.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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