22.02.2020 17:10 |

Corona-Tote in Italien

Minister: „Situation sehr genau beobachten“

Nach dem Ausbruch des Corona-Virus in Norditalien gelten in Österreich erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht. Angst und Schrecken seien hingegen fehl am Platz: „Wir haben in Österreich bisher bei 181 Verdachtsfällen Testungen durchgeführt, alle waren negativ“, beruhigte das Gesundheitsministerium von Rudolf Anschober am Samstagnachmittag. Auch Innenminister Karl Nehammer bezeichnete die Lage als „weiterhin stabil“ - dennoch: „Es gilt nach wie vor, wachsam zu sein und die Situation sehr genau zu beobachten.“

„Wir sind über das ,Early Warning and Response System‘ der EU rund um die Uhr mit allen Ländern der EU vernetzt und können damit unmittelbar nach dem allfälligen Auftauchen des Verdachts einer Verbindung nach Österreich sofort Maßnahmen ergreifen. Österreich ist sicher eines der am besten vorbereiteten Länder der EU“, beruhigt Gesundheitsminister Anschober (Grüne).

Die Staatengemeinschaft unternehme alles, damit aus der regionalen Epidemie keine globale Pandemie werde.

„Wir setzen dabei in Österreich alle Vorschläge und Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation sowie der europäischen Gesundheitskontrollbehörde ECDC schnell und konsequent um“, so Anschober.

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Wir setzen in Österreich alle Vorschläge und Empfehlungen schnell und konsequent um.

Rudolf Anschober

Bisher seien bei 181 Verdachtsfällen Testungen durchgeführt worden, „alle waren negativ“. Am Sonntag sollen auch die vor zwei Wochen aus China zurückgekehrte Frau und ihre drei Kinder nach einer Abschlussuntersuchung aus der Quarantäne entlassen werden.

Laut Nehammer ist Österreich „gut vorbereitet“: „Der Einsatzstab des Innenministeriums unter der Leitung von General Franz Lang tagt am kommenden Montag erneut, um über die aktuelle Lage zu beraten. Der Stab befasst sich vor allem auch damit, die Aktivitäten aller Behörden, die rund um das Coronavirus im Einsatz sind, zu koordinieren und eng abzustimmen.“

Nach wie vor werden 99 Prozent der Erkrankungen aus China gemeldet, 95 Prozent aus der hauptbetroffenen Provinz Hubei. In der EU (inklusive Großbritannien) liegen derzeit 62 bestätigte Erkrankungen vor. In Italien wurde am Samstag der zweite Todesfall gemeldet. In Österreich gibt es derzeit keinen bestätigten Verdachtsfall.

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