18.02.2020 14:13 |

Extrem rare Sichtung

Erstmals zwei Riemenfische gleichzeitig gefilmt

Höchst ungewöhnliche Aufnahmen sind kürzlich einem Ehepaar bei einem Spaziergang am Meerufer in der japanischen Präfektur Fukui gelungen. Es filmte am 15. Februar zwei jeweils knapp sieben Meter lange Riemenfische, die nebeneinander herschwammen. Japanischen Experten zufolge ist es das erste Mal überhaupt, dass gleich zwei der äußerst seltenen Tiere, die sich normalerweise in 200 bis 1000 Metern Tiefe aufhalten, gleichzeitig gesichtet wurden.

Experten des nahe gelegenenen Echizen Matsushima Aquarium zufolge ist das Material, das Koji Tabira und seine Frau Kotome aufgenommen haben, „eine äußerst seltene und wertvolle Sichtung“. Das Paar berichtet, die beiden Riemenfische hätte sich rund zwei Stunden in Ufernähe aufgehalten, bevor sie das Gebiet wieder verließen. Sie seien „von den leuchtend blauen Farben der Fische“ fasziniert gewesen.

Ursprung für Legenden von Seeschlangen
Wegen ihres seitlich zusammengedrückten bandförmigen Körpers ohne Schuppen wird vermutet, dass Riemenfische der Ursprung für viele Legenden von Seeschlangen sind. Die zahnlosen Tiere heißen im Japanischen „Ryugu no tsukai“, was übersetzt „Botschafter des Palasts des Meereskönigs“ bedeutet.

Dem Volksglauben zufolge suchen die normalerweise in der Tiefsee lebenden Knochenfische vor Seebeben flachere Gewässer auf. So hatte es japanischen Medienberichten zufolge im Vorfeld des schweren Erdbebens und Tsunamis im März 2011 mit rund 18.500 Todesopfern gleich eine ganze Reihe von Riemenfisch-Sichtungen gegeben.

Größte Art kann bis zu 17 Meter lang werden
Viel ist über Riemenfische, die nur selten gesichtet werden, bislang nicht bekannt: Sie besitzen 143 bis 170 Wirbel, ernähren sich vermutlich von Plankton und kommen in allen tropischen sowie gemäßigten Ozeanen vor. Da sie - die größte Art kann eine Länge von bis zu 17 Metern erreichen - sehr zerbrechlich sind, findet man bei toten Tieren meist nur verstümmelte Exemplare.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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