13.02.2020 15:00 |

Lärmgutachten kommt

Weiter Tauziehen um Tempo 30 in der Praterstraße

Das Ringen um Tempo 30 in der Praterstraße geht weiter: Die heutige Verhandlung bei der MA 46 (Verkehrsorganisation) brachte kein Ergebnis. „Wir brauchen noch ein Lärmgutachten“, erklärt Leiter Markus Raab. Eine Entscheidung über das umstrittene Tempolimit wird wahrscheinlich erst im April fallen.

Mit Spannung wurde die Verhandlung bei der Verkehrsabteilung erwartet. Mehrere städtische Dienststellen, die Wiener Linien, Polizei sowie Vertreter von Bezirk und Wirtschaft nahmen daran teil. Argumente für und gegen das Tempolimit wurden in sachlicher Atmosphäre vorgebracht.

„Im April könnte eine Entscheidung fallen“
Eine Entscheidung fiel aber nicht, da das Thema Lärm noch genauer unter die Lupe genommen werden soll. Demnächst wird es deshalb eine Verkehrszählung in der Praterstraße geben, um aktuelle Daten zu erhalten. Basierend darauf wird danach ein Lärmgutachten eingeholt. „Im April könnte dann eine Entscheidung fallen“, meint Raab zum weiteren Zeitplan. Danach wären außerdem noch Einsprüche gegen das Ergebnis möglich.

Wie berichtet, ist das geplante Tempolimit heftig umstritten. Bezirkschefin Uschi Lichtenegger (Grüne) begründet ihren Vorstoß vor allem damit, dass viele Autofahrer sich nicht an die derzeitigen Geschwindigkeitsbeschränkungen halten würden. Zugleich sei die Forderung nach Verkehrsberuhigung auch von Kaufleuten und Anrainern gekommen.

FPÖ und ÖVP sehen im Tempolimit hingegen eine weitere Schikane gegen die Autofahrer. Heftige Kritik gab es auch von der Bezirks-SPÖ, die „von einem Alleingang Lichteneggers“ sprach und zuerst eine Verkehrsstudie abwarten wollte. Unterstützung für die Tempo-30-Pläne signalisierten bisher lediglich die Neos.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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