04.02.2020 10:59 |

„Bewusst verschleiert“

Coronavirus verbreitet: Chinesin droht Todesstrafe

In China hat die Polizei eine Frau festgenommen, weil sie die Auflagen zum Coronavirus verletzt haben soll. Sie sei in Kontakt mit einer Person aus einem von der Epidemie betroffenen Gebiet gewesen und habe dies „absichtlich verschleiert“. Menschen, die das Virus absichtlich verbreiten, droht in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang die Todesstrafe.

Die 36-Jährige habe durch ihr Verhalten die Arbeit zur Verhütung und Bekämpfung von Viren verletzt. Sie befinde sich derzeit in Verwaltungshaft in Gewahrsam. Wie die Frau genau gegen das Gesetz verstoßen hat, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua nicht.

China drohte mit Strafen
Chinesische Behörden haben zuvor mit Strafen für Personen gedroht, die im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das Virus gegen das Gesetz verstoßen. Einem Gerichtsurteil in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang zufolge müssen Personen, die das Virus absichtlich verbreiten, sogar mit der Todesstrafe rechnen.

Die Polizei in der Provinz Qinghai im Nordwesten ermittelt etwa gegen einen Mann, der mit dem Virus infiziert war und „die Eindämmung des Virus erheblich beeinträchtigte“ sowie „die öffentliche Gesundheit beeinträchtigte“, berichtete Xinhua, ohne näher darauf einzugehen.

China hat umfassende Maßnahmen ergriffen, um das tödliche Virus zu stoppen. So wurde etwa die Zentralprovinz Hubei, in der das Virus im Dezember ausgebrochen war, praktisch gesperrt. Personen, die die Stadt besucht haben, wurde gebeten, sich 14 Tage lang zu isolieren.

Einschränkungen des Verkehrs
Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit wurden unter anderem auch Einschränkungen des Verkehrs erlassen. Die Transportbehörden von Hangzhou teilten am Dienstag mit, dass in dem mehr als zwei Millionen Einwohner zählenden Stadtbezirk Xiaoshan der innerstädtische und überregionale Busverkehr eingestellt werde. Weiters forderte die Stadtregierung alle zehn Millionen Bewohner der Metropole auf, möglichst nicht vor die Tür zu gehen. Familien sollten ein Mitglied bestimmen, das alle zwei Tage zum Einkaufen vor die Tür gehen könne. Hangzhou liegt rund 750 Kilometer östlich der schwer heimgesuchten Stadt Wuhan in der Provinz Hubei, wo das Virus seinen Ausgang genommen hatte.

Zuvor hatte schon die neun Millionen Einwohner zählende ostchinesische Metropole Wenzhou ähnliche Beschränkungen für die Mobilität seiner Bewohner erlassen, sie aber nicht als Empfehlung formuliert, sondern zwingend vorgeschrieben. Beide Metropolen gehören zur Provinz Zhejiang, die bisher etwas mehr als 800 Virusfälle zählt.

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