21.01.2020 13:04 |

Rede in Davos

Trump lobt USA und wettert gegen Klimaschützer

Donald Trump wäre nicht Donald Trump, würde er nicht in Superlativen sprechen. Aus diesem Grund artete seine Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einer Lobpreisung auf die USA aus. Unter seiner Führung gedeihe und wachse das Land. „Amerika gewinnt wieder wie niemals zuvor“, erklärte Trump. Im Vergleich zu der Vorgängerregierung mit geringem Wachstum und stagnierenden oder fallenden Löhnen sei die Entwicklung nun „spektakulär“. In puncto Klimaschutz ging Trump auf Konfrontationskurs mit der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Der US-Präsident bezeichnete Klimaschützer als „ewige Propheten des Untergangs“.

Für die Zukunft prognostizierte Trump „gewaltige“ Chancen für die US-Wirtschaft. „Die Zeit der Skepsis ist vorbei“, nun sei nicht die Zeit für Pessimismus, sondern für Optimismus, sagte der US-Präsident. Trump rief andere Länder dazu auf, sich ein Beispiel an den USA zu nehmen. Das „amerikanische Modell“ werde die größten Gewinne im 21. Jahrhundert erzeugen.

„Beziehungen zu China waren niemals besser“
Auch die Unterzeichnung eines Handels-Teilabkommens mit der chinesischen Führung verkaufte Trump als großen Erfolg unter seiner Regentschaft. Die Beziehungen der USA zu China seien „niemals besser“ gewesen, beteuerte Trump. Die Verhandlungen mit China über die zweite Phase des Handelsabkommens würden schon sehr bald beginnen. Präsident Xi Jinping trete für die Interessen Chinas ein, er für jene der USA. „Ansonsten lieben wir uns“, sagte Trump.

Trump will Bäume pflanzen
An die Adresse von Thunberg richtete Trump folgende Botschaft: „Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen der Apokalypse zurückweisen.“ Es gebe ja immer Schwarzseher, die sehen wollten, wie man scheitere. Es dürfe aber nicht zu viel Skepsis geben. Die USA hätten Wachstum, Kreativität und die Bereitschaft, jeder Herausforderung zu begegnen, so Trump. In seiner Rede bekannte sich der Staatschef auch zur Bewahrung der Natur und kündigte an, die USA würden der Initiative „Eine Billion Bäume“ des Weltwirtschaftsforums beitreten.

Die 17-jährige Schwedin saß während der Rede im Publikum und lauschte den Worten des 45. Präsidenten der USA. Kurz zuvor hatte sie selbst ihren großen Auftritt. Während ihrer Rede warf Thunberg Politik und Wirtschaft Versagen beim Kampf gegen den Klimawandel vor. Bisher sei „nichts getan“ worden.

Daheim wartet Amtsenthebungsverfahren
Trump steht wegen des Amtsenthebungsverfahrens, das in Washington gegen ihn läuft, innenpolitisch unter großem Druck. Ungeachtet dessen sucht er knapp zehn Monate vor der US-Präsidentenwahl das globale Rampenlicht.

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