02.07.2010 12:54 |

Tierisches Happy End

Tierschützer retten aggressiven Esel vor Schlachthof

Nach einer brutalen Bissattacke war das Schicksal des aggressiven Kärntner Esels, der seinem Besitzer einen Teil des Finger abgebissen hatte, eigentlich schon besiegelt - er war schon an den lokalen Metzger in Völkermarkt verkauft worden. Tierschützer haben das bissige Langohr "Blacky" nun aber vor seinem vorzeitigen Tod bewahrt...

Die Tierschützer von "Animal Spirit" kontaktierten den Metzger, der bereit war, den Esel aus St. Michael ob Bleiburg weiterzuverkaufen. Nun findet das Tier auf dem Gnadenhof Hendlberg in Laaben (Niederösterreich) ein neues Zuhause. Franz-Joseph Plank, Obmann des Tierschutzvereins: "Obwohl wir auf unseren beiden Gnadenhöfen bereits elf Esel und über 400 weitere gerettete Tiere beherbergen, haben wir uns spontan entschlossen, auch noch Blacky aufzunehmen. Ich werde ihn am kommenden Sonntagvormittag abholen und dann zu uns auf den Gnadenhof in Laaben bringen."

Dort soll das Langohr dann auch gleich kastriert werden. "Ich glaube nämlich nicht, daß er grundsätzlich aggressiv ist, sondern eben nur seine Stuten verteidigen wollte. Ich persönlich habe noch nie einen 'aggressiven' Esel erlebt, aber in der Paarungszeit laufen die Uhren eben manchmal anders..."

Nachbar schlug Esel mit Holzpflock k.o.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag auf der eingezäunten Weide des Bauernhofes des 65-jährigen Pensionisten. Ein Nachbar, der die Szene beobachtete, zögerte nicht und fuhr mit seinem Auto gegen den Zaun, um den Esel zu vertreiben. Als das wild gewordene Tier noch immer nicht von seinem Opfer ablassen wollte, ergriff der Nachbar einen Holzpflock und schlug den Esel in die Flucht. Das Tier sei danach kurz bewusstlos gewesen, so der Anrainer. 

Der 65-Jährige erlitt bei der Attacke auch Bissverletzungen am Rücken, an der Hand und am Oberschenkel. Der Schwerverletzte wurde von der Rettung ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht.

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