02.07.2010 10:23 |

Pipeline-Protest

Gasgegner verteilen 25.000 Flugblätter in den Gemeinden

Bilder von Explosionen, ein großer Flächenbrand bei einer Gasleitung: Die Flugblätter zeigen, wie groß die Gefahr wirklich ist, sagen die Tauerngas-Gegner. 25.000 Stück wurden in Salzburg und Kärnten verteilt. Auch ein Bauer in Niederösterreich wird unterstützt. Die Salzburg AG spricht von Panikmache.

"Die Gefahr ist da. Allein in Österreich gab es in einem Jahr 28 Unfälle", gibt Vorkämpferin Sirikit Reuchlin aus Scheffau zu bedenken. Viele Betroffene wüssten darüber nicht Bescheid. Deshalb formierten sich die Bürgerinitiativen aus Salzburg und Kärnten jetzt zu einer flächendeckenden Flugblattaktion. In allen Gemeinden an der geplanten Leitung wurden abschreckende Info-Bilder verteilt.

Immer mehr wollen mitmachen
"Es rufen ständig neue Leute an, die sich engagieren wollen", freut sich Eva Pohn-Weidinger, die vehement gegen das klimafeindliche Projekt kämpft, über das breite Echo. Unwort für die Betroffenen: Öffentliches Interesse! "Wie kann das bestehen, wenn das Projekt nicht einmal eingereicht ist?", fragt sich Vorkämpferin Reuchlin. Ganz zu schweigen von der Katastrophen wie gerade im Golf von Mexiko.

Zu wenig Interesse für Kapazitäten
Beweis genug für die Gegner: Die Tauerngas-Gesellschaft musste das Verfahren zur Vergabe von Gaskapazitäten stoppen, weil zu wenig Interesse bestand. Eingereicht soll das Projekt aber trotzdem bis Jahresende werden. Als Zeichen unterstützen die Initiativen aus Salzburg und Kärnten jetzt einen Bauern, der für eine andere Leitung enteignet werden soll. Reuchlin: "Wir zahlen den Rechtsbeistand."

Kronen Zeitung

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