Die kleine Pongauer Tourismusgemeinde Kleinarl muss immer wieder aus der Not heraus erfinderisch werden. Bürgermeister Wolfgang Viehhauser hat das Budget trotz Sparzwängen gut im Griff. Auf der nicht mehr benötigten Fläche der alten Kläranlage kann deshalb heuer Neues entstehen.
„Es muss nicht immer ein Mercedes sein, es kann auch ein Golf sein“ – sagt Wolfgang Viehhauser (ÖVP) mit dem Blick auf das, was die Gemeinde Kleinarl 2026 so auf der Vorhabensliste hat. Der Bürgermeister von Kleinarl ist ein besonnener Mensch, zerbricht sich oft den Kopf, gerade was die Gemeindefinanzen angeht. Immer wieder, so scheint es, übt er sich dabei in Bescheidenheit. Der Abgang im Kleinarler Budget wird noch durch Rücklagen aufgefangen.
1,5 Millionen Euro für Bauhof gibt das Budget noch her
Aus der Not heraus wird man in Kleinarl immer wieder erfinderisch oder versucht Synergien zu schaffen. Jüngstes Projekt: der gemeindeeigene Bauhof. Der soll in den kommenden Monaten am Areal der ausgedienten Kläranlage im Norden der Gemeinde entstehen. „Die Fläche brauchen wir derzeit nicht – also was liegt näher als dort zu bauen!“ Seit 2013 laufen die Abwässer nämlich schon ins Kanalnetz des Reinhalteverbandes Pongau. Die Ausschreibungen für Werkstätten und Garagen laufen, der Baustart für das 1,5 Millionen Euro teure Projekt ist nach Ostern geplant. Viehhauser hat auch hier die Zügel straff in der Hand.
Kleine Gemeinde mit vielen Touristen
Eine wesentliche Einnahme im Gemeindebudget bilden der Tourismus und Gewerbetreibende, die von ihm profitieren. Von den 2500 Gästebetten sind auch einige in Viehhausers Betrieb untergebracht. Mit der Nachbargemeinde Wagrain macht man nicht nur beim Seniorenwohnhaus gemeinsame Sache, schon seit Jahren gibt es auch im Tourismus die enge Partnerschaft. „Kleinarl kommt da klar hinter Wagrain, aber das hat für viele Gäste ja auch Charme“, so der Ortschef.
Für Einheimische wird heuer mit der Landinvest und Bauträgern ein Baulandsicherungsmodell konkretisiert. 14 Wohnungen sollen neu entstehen. Darüber hinaus wird sich mittelfristig was beim Feuerwehrhaus tun müssen. Das stammt aus den 1980ern und verlangt nach Sanierung und Erweiterung.
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